Das ultimative Orchesterwerk-Ranking

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    • Das ultimative Orchesterwerk-Ranking

      Liebe Forianer,

      lasst uns doch einfach mal ein Ranking aufmachen mit der Frage, welches Orchesterwerk Ihr in welcher Aufnahme am höchsten wertschätzt. Jeder hat nur eine Stimme.

      Bei mir ist es Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 h-moll op. 74 "Pathétique" in dem Live-Mitschnitt vom 8.-10.12.1991 aus der Laeiszhalle Hamburg mit dem NDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Günter Wand.

      Gewaltiger kann man ein Spitzenwerk des Orchesterrepertoires nicht angehen, als Günter Wand es tat.

      Welches sind Eure Favoriten? Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten!
      We drink from hot wells poisoned with the blood of our children.
      (James Taylor, "New Hymn")

      Ich will, dass Ihr handelt, als würde Euer Haus brennen. Denn es brennt.
      (Greta Thunberg)
    • music lover schrieb:

      welches Orchesterwerk Ihr in welcher Aufnahme am höchsten wertschätzt. Jeder hat nur eine Stimme.
      .. da mahler-sinfonie-9-geiles Kerlchen, weiterhin Mahler Sinfonie Nr. 9 (welches Orchesterwerk sonst ?( )

      music lover schrieb:

      Bei mir ist es Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 h-moll op. 74 "Pathétique"
      Wäre im Falle Tschaikowsky auch so.

      Mit einzigen bevorzugten Mitschnitt/ Einspielung kann nicht gedient werden, denn eine einzige fängt mir Mahlers mega-fetzige Mucke nicht erschöpfend ein...
      Es gibt sehr viele....u.a. NDR Sinfonieorchester unter Gielen (26.09.10), Kasseler Staatsorchester unter Ruzicka (29.05.05), Berliner Philharmoniker unter Lennie (04.10.79).
      oder:

      Die drei ersten Sätze kommen noch fetziger rüber als aus Berlin. Weil beim Andante Lauscherchen gleichsam an minimalsten Einzeldetails sirenen-like sich verlieren. Doch Adagio mir zu zerdehnt, da sind mir Lennie aus Hertha-Stadt und Gielen näher

      Zum Erstrendezvous diese geeignet, weil beide Ecksätze zügig quasi im Gesamtzusammenhang erfahrbar, aber nicht gehetzt und mit flexiblen Tempi rüberkommen.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Nur eine Nennung und nicht mal Ehrenplätze möglich? Hui...na gut, die hier muss wohl sein:



      Richard Strauss: Also sprach Zarathustra
      Berliner Philharmoniker
      Herbert von Karajan
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Definitiv diese:



      inzwischen regulär leider nur noch in diesem hässlichen Outfit zu bekommen:



      Gustav Mahler: 3. Symphonie
      Jadwiga Rappe, Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Leitung: Heinz Rögner

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Nur eines in EINER Aufnahme??? Möderisch... :cursing:

      Dann bleibt mir nur Brahms 1. Sinfonie zu nennen, ein Werk, dass ich sehr liebe. <3

      Besonders am Herzen liegt mir Giulinis spätere Einspielung, sozusagen "perfekt mit Gefühl".



      Gebraucht wird die EInzel-CD bei A. quasi verschenkt...

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • music lover schrieb:

      Frage, welches Orchesterwerk Ihr in welcher Aufnahme am höchsten wertschätzt.
      Eine einzige Aufnahme? Grausamer! Da zeigt sich wieder der Hang zur Suche nach Lichtgestalten und Idealen ... Alleine mit Bruckner, Mahler und Strauss bräuchte man ca. 20 Aufnahmen ...

      Tichy schrieb:

      Richard Strauss: Also sprach Zarathustra
      Berliner Philharmoniker
      Herbert von Karajan
      Ja! Die 1973er Aufnahme ist ein heißer Kandidat! Trotz beider Reiner-Aufnahmen.

      Also hier meine Shortest List:

      Beethoven 9 Furtwängler/BPhil 19. April 1942
      Schubert 9 Mackerras/OAE
      Mendelssohn 4 Mackerras/OAE
      Mahler 3 Bernstein/NYPO (DG)
      Mahler 6 Jansons/LSO live
      Mahler 9 Bruno Walter/Columbia SO 1961
      Strauss Tod und Verklärung Karajan/BPhil 1972/73
      Strauss Also sprach Zarathustra Karajan/BPhil 1973
      Strauss Alpensinfonie Luisi/StaKa Dresden
      Sibelius 1 Gothenburg SO/Rouvali
      Sibelius 5 Bernstein/NYPO

      Und da fehlen schon so abgefahrene Aufnahmen wie Abbados "La mer" aus Luzern, Dutoits "The Planets", Ravel mit Boulez, Dutoit oder Munch, RVW 1 mit Sargent, Sacre mit Boulez (Sony/CBS) oder Roth/Les Siècles, Turangalila mit Cambreling oder Lintu, Prokofieff 5 mit Celi, ... ach, Schostakowitsch noch, ...

      ... also, wenn es wirklich nur eine sein soll:

      Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur

      Columbia Symphony Orchestra
      Bruno Walter
      Aufnahme 1961



      Da kommt auch eine ausgezeichnete erste in der Box mit.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Wie üblich müßte ich eigentlich einige Dutzend nennen. Aber bei einer einzigen erlaubten Nominierung lande ich bei Wilhelm Furtwänglers 6.Symphonie von Beethoven, 1954 mit den Berliner Philharmonikern (knapp gefolgt von Mendelssohns "Sommernachtstraum" unter Otto Klemperer mit Harper und Baker)
      Wenn ich jedoch Murray Perahias Klavierkonzerte von Mozart höre, falle ich womöglich sofort um (ähnlich bei Rudolf Buchbinder).
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Ein einziges Werk nennen, wo man mind. 30 brauchte .....

      In diesem Thread findet man bereits tolle Anregungen für Aufnahmen, die ich gar nicht kenne; oder Bestätigungen:

      * Zum Beispiel von musiclover - da würde ich G.Wand gar nicht zutrauen eine Pathetique zu dirigieren, die die Swetlanow-Aufnahmen noch übertreffen könnte ?!?
      * Oder Brahms 1 mit Guilini ? Ich weis nicht ob mir seine breiten Spielzieten ligen würden ?
      * Interessant auch die Liste von MB - da bin ich bei so manchem auf seiner Seite; vor allem was die Bernstein-Aufnahmen angeht; auch Karajan mit R.Strauss.
      * Braccio mit Schostakowitsch CC 1+2 ist eine intertessante Anregung für Aufnahmen, die man nach Rostropowitsch nie auf dem Schirm hätte.
      * Mahler 9 mit dem Israel PO von Amfortas. Ja, ist manchmal doll, was Bernstein aus dem Israel PO herausholt (so wie bei Hindemith (DG)); dagegen fallen die Strawinsky-Aufnahmen mit Bernstein und dem Israel PO total ab.
      * Masur und Mendelssohn auf dem Spitzenplatz bei meritis ... hätte ich auch nie für möglich gehalten.
      * Boulez und Debussy bei Putto. Bei mir werden die Boulez-CBS-Aufnahmen favorisiert.


      *** Mein ulimatives Orchesterwerk in der Aufnahme mit Boulez / New Yorker PH:
      Bartok: Konzert für Orchester

      :verbeugung1: Mehr Präzision gepaart mit höchster Emotion halte ich für kaum möglich.

      ...SACD--> ... CD--> ... CD--> SACD-->
      CBS/SONY, 1969, AAD

      :spock1: Auf meiner CBS-CD ist mit gleichem Cover die Hammeraufnahme der Musik für Saiteninstrumente SS mit Boulez/BBC SO enthalten.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      dagegen fallen die Strawinsky-Aufnahmen mit Bernstein und dem Israel PO total ab.
      Vielleicht ging Lennie die Sacre-Chose unvorbereitet an ?(
      Die Dvorak 9 mit IPO und Lennie gleichfalls mit CL-Fetzigkeitsplazierung. Ja, ja, IPO macht ohrenfroh.

      teleton schrieb:

      Ja, ist manchmal doll, was Bernstein aus dem Israel PO herausholt
      Der handelbare Mitschnitt von Mahler 9. mit Concertgebouwest (auch in den 80zigern entstanden) kommt mit nämlichen Fetzigkeitsfaktor rüber..

      Wieland schrieb:

      Bei mir natürlich Mahler 9 und trotz Bernstein vielleicht dann doch die mit
      Karel Ancerl und der unvergleichlichen Tschechischen Philharmonie
      Es muss ja nicht bloß Lennie sein. :D
      Bei Mahler 9 machen vor allem unterschiedliche Extreme die Lauscherchen an:
      Manche geile Wiedergaben unterstreichen beim Andante den Zusammenhang mit Passion und Drive.
      Bei Concertgebouwest/IPO Lennie und NDRler Gielen (HSV-Town) kommt beim Andante-Reinziehn besonders fetzig rüber, wie Mahlers Mucke dabei auseinanderbröselt, gleichsam in Bruchstücke sich auffächert und zerfällt....
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • teleton schrieb:

      * Oder Brahms 1 mit Guilini ? Ich weis nicht ob mir seine breiten Spielzieten ligen würden ?
      Vermutlich nicht, Wolfgang.
      Aber es müssen ja nicht immer Szell, Solti oder HIP-Nahes (Dausgaard, Manze etc.) sein, im Falle von Brahms. Mal so, mal so. Aber Music-Lover zwingt uns ja zu solch miesen Entscheidungen (auch wenn manche Poster natürlich - höchst durchschaubar - versuchen, mehr als eine Aufnahme hineinzuschmuggeln)... :D
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      - H. W. M.
    • Ich weiß auch nicht so genau warum, aber gefühlt, ist Brahms Violinenkonzert eigentlich mein Lieblingswerk. Auch wenn ich es gar nicht so oft höre... Und ich greife am liebsten zu der Aufnahme mit Janine Jansen und Antonio Pappano, weil ich bei dieser Aufnahme immer das Gefühl habe, da wird Brahms Violinkonzert in die Moderne, in die Jetztzeit geholt. Gefühlt halt... :D

      Viele Grüße, Michael
    • zunächst wusste ich nicht recht wie die Aufgabenstellung zu verstehen ist: in welchem Verhältnis soll das Werk und die Qualität der Aufnahme gewichtet werden?
      Es passiert sicher nicht nur mir, dass ich ein Werk besonders schätze, seitdem ich eine umwerfende Aufnahme kennengelernt habe - Messiaen Turangalila mit Nagano wäre so ein Beispiel.
      Umgekehrt, wenn ich meine aktuelle Sinfonie-Favoritenliste so durchgehe, könnte ich mich bei den meisten Werken nicht uneingeschränkt auf eine Lieblingsaufnahme festlegen. Immerhin wurde ich bei Top 3 fündig:



      Janáček Sinfonietta

      Tschechische Philharmonie, Ltg, Charles Mackerras

      Bestnoten für Interpretation, Spielfreude, Authentizität, Klang, philologische Genauigkeit.
      (Mackerras' Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern ist nicht schlecht, mir aber nicht idiomatisch genug, und klingt zu schön)
      :wink: Khampan
    • Mauerblümchen schrieb:

      Eine einzige Aufnahme? Grausamer!

      teleton schrieb:

      Ein einziges Werk nennen, wo man mind. 30 brauchte

      Agravain schrieb:

      Grundgütiger. Eine kaum zu machende Aufgabe
      Ich weiß, ich weiß. Aber gerade deswegen interessierten mich ja Eure Antworten. Welches ist die ultimative Aufnahme für Euch, die Ihr allen anderen vorzieht?


      Khampan schrieb:

      zunächst wusste ich nicht recht wie die Aufgabenstellung zu verstehen ist: in welchem Verhältnis soll das Werk und die Qualität der Aufnahme gewichtet werden?
      Das bleibt Euch überlassen. Bei mir müsste eigentlich - wegen der phänomenalen, geradezu wahnwitzigen Interpretation -

      Mauerblümchen schrieb:

      Beethoven 9 Furtwängler/BPhil 19. April 1942
      an erster Stelle stehen. Da ich das Werk aber nicht zu meinen Lieblingssinfonien zähle, während Tschaikowsky Nr. 6 meine Lieblingssinfonie ist, habe ich mich für Wand mit diesem Werk entschieden.
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      (James Taylor, "New Hymn")

      Ich will, dass Ihr handelt, als würde Euer Haus brennen. Denn es brennt.
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