Instrumentenkunde für Anfänger

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    • Mauerblümchen schrieb:

      Räusper ... was heißt "perfekt"?
      Wie man das Wort "perfekt" so im alltäglichen Leben oft verwendet (so wie "vollkommen", "optimal"), auch wenn es streng genommen nicht immer 100pro zutrifft.

      Mauerblümchen schrieb:

      Bei "bestmöglich" würde ich zustimmen
      Ich auch. Sagen wir "möglichst perfekt".

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • lothar schrieb:

      Die Sopranflöte ist vor allem billig. Damit kann man den Wunsch des Kindes Geräusche zu machen leicht erfüllen und wenn nach 6 Monaten das Interesse eingeschlafen ist das "Instrument" auch ohne Hemmungen wieder entsorgen.
      Korrekt. Aber wenn's scheiße klingt, liegt es trotzdem weder am Instrument als solchem, noch am Material. Eine Geige kann schließlich auch nichts dafür, wenn sie unter solchen Bedingungen nach "ham'se dich getreten Mietze?" klingt....
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      lothar schrieb:

      Die Sopranflöte ist vor allem billig. Damit kann man den Wunsch des Kindes Geräusche zu machen leicht erfüllen und wenn nach 6 Monaten das Interesse eingeschlafen ist das "Instrument" auch ohne Hemmungen wieder entsorgen.
      Korrekt. Aber wenn's scheiße klingt, liegt es trotzdem weder am Instrument als solchem, noch am Material. Eine Geige kann schließlich auch nichts dafür, wenn sie unter solchen Bedingungen nach "ham'se dich getreten Mietze?" klingt....
      Wenn das Kind nicht Horowitz mit Zweitnamen heißt, sondern Horror, dann ist die Entsorgung des "Instruments" in der Regel ein Problem. Ne Holzflöte hat im Kamin zumindest einen gewissen Heizwert. In der Vergangenheit wurde angeblich (mir ist sowas nie begegnet, aber ich hab auch nicht danach gesucht) billigste Importware aus Plastik verkauft, die gar nicht sauber gespielt werden konnte. ka ob das stimmt. Ansonsten kann niemand nach 6 Monaten Flöte spielen (behaupte ich mal bis zur Widerlegung :D ).
    • lothar schrieb:

      In der Vergangenheit wurde angeblich (mir ist sowas nie begegnet, aber ich hab auch nicht danach gesucht) billigste Importware aus Plastik verkauft, die gar nicht sauber gespielt werden konnte.
      Das ist jetzt aber ein anderes Thema, das es so bei allen anderen Instrumenten auch gibt...
      ("aus Plastik" kann man dabei ohne Verlust an Genauigkeit auch streichen.)
      Und daß es bei allen Instrumenten auch Qualitätsabstufungen gibt, stand, glaube ich, nie zur Debatte
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Wir hatten die lustige Diskussion über Orchesterklarinettist*innen, die eventuell auch eine Verpflichtung für Saxophon haben.

      Natürlich gibt es das auch bei anderen Holzblasinstrumenten, Piccolo, Englischhorn, Bassklarinette, Kontrafagott und andere mehr.

      Spannend finde ich aber auch die Besetzung der Elektra von Strauss. Erst sind die Streicher neunfach geteilt:

      Je acht erste, zweite, dritte Violinen,
      je sechs erste, zweite, dritte Bratschen,
      je sechs erste und zweite Celli,
      acht Kontrabässe.

      Am Schluss wechseln dann die ersten Bratschen und spielen fortan die vierten Violinen.
      Auch nicht so ohne.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Am Schluss wechseln dann die ersten Bratschen und spielen fortan die vierten Violinen.
      Ist das so vorgesehen, dass die Bratschist*innen die Instrumente wechseln oder sind die vierten Violinen so notiert, dass man die Stimme auch auf der Bratsche spielen kann? Vermutlich ja ersteres, da die Klangfarbe sich ja doch unterscheidet, auch wenn die Tonhöhe die gleiche ist. :spock1:
    • Ich sage, a propos Sax spielende Klarinettisten, mal Wagnertuba.
      Ich habe wahrscheinlich sehenswert blöd geguckt, als ich mich aus Versehen mal in Bruckners 9. am fünften Horn verirrt hatte und der langsame Satz kam. :megalol:
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Braccio schrieb:

      Ist das so vorgesehen, dass die Bratschist*innen die Instrumente wechseln oder sind die vierten Violinen so notiert, dass man die Stimme auch auf der Bratsche spielen kann?
      Dem Text nach ist vorgesehen, dass die Bratschisten tatsächlich wechseln.

      Im Mannheimer Rosengarten habe ich die Elektra mal konzertant gesehen (mit Leonie Rysanek als Klytämnestra), da hatten die ersten Bratschen tatsächlich anfangs eine Violine am Pult hängen, während sie die Bratsche spielten. Sie wechselten dann.

      Wahrscheinlich ist es so, dass die ersten Bratschen eigentlich Geige als Hauptinstrument spielen. Denn Strauss fordert anfangs "nur" 24 Violinen, aber 18 Bratschen. Das passt nicht. Nach dem Wechsel sind es 30 Violinen und 12 Bratschen. Das gibt die Verhältnisse eines großen Orchesters schon eher wieder.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Alberich schrieb:

      Ich sage, a propos Sax spielende Klarinettisten, mal Wagnertuba.
      Ich habe wahrscheinlich sehenswert blöd geguckt, als ich mich aus Versehen mal in Bruckners 9. am fünften Horn verirrt hatte und der langsame Satz kam
      aber diese Wagnertuben sind schon eher Hörner als (Bass-)Tuben, oder? klingen tun se ja geil.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      aber diese Wagnertuben sind schon eher Hörner als (Bass-)Tuben, oder?


      in google aufgeschnappt:

      MHS München, Bachelor Horn, Lehrinhalte:
      Beginn der Arbeit mit Nebeninstrumenten (Diskanthorn und Wagnertuba)

      MHS Karlsruhe:

      Bühl, Peter
      Horn, Wagnertuba, Orchesterstudien /horn, orchestral excerpts

      Bamberger Online Zeitung:

      Solo-Hornist Christoph Eß stellt das Instrument am 19. September in einer Veranstaltung des Richard-Wagner-Verbands Bamberg im Großen VHS-Saal vor.Warum ließ sich Richard Wagner für sein epochales Werk „Der Ring des Nibelungen“ ein spezielles Instrument bauen, das optisch am ehesten dem Tenorhorn ähnelt, den Namen der Tuba trägt, von Hornisten geblasen wird und doch ein individuelles Instrument mit einem Klang geworden ist, der als feierlich, würdevoll, heroisch, dunkel, nobel und erhaben, in jedem Falle als einzigartig bezeichnet wird?
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Zur Wagnertuba:
      Es gibt Instrumente in B- (Tenortuben) und in F-Stimmung (Basstuben) von denen jeweils 2 Stück in Wagners "Ring" oder auch in Bruckners drei letzten Sinfonien eingesetzt werden. Bei der Wagnertuba wird das Waldhornmundstück verwendet und deshalb werden diese Instrumente von den Hornisten (5. - 8. Pulte) im Orchester gespielt. Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Waldhorn ist, dass die Ventile der Wagnertuba mit der linken Hand gegriffen werden.

      Weitere selten im Orchester eingesetzte Blechblasinstrumente sind Basstrompete, Tenor- und Baritonhorn, die im Orchester meistens von Posaunisten gespielt werden, weil diese Instrumente mit der Posaune das Kesselmundstück gemeinsam haben, d. h. die Basstrompete wird i. d. R. mit dem Posaunenmundstück gespielt. In englischen und nordamerikanischen Orchestern wird anstatt Tenor- und Baritonhorn das Euphonium verwendet, dass eine konische anstatt einer zylindrischen Bohrung hat. Das Euphonium wird meistens auch mit einem Kesselmundstück geblasen, kann aber auch mit einem Trichtermundstück, wie es beim Waldhorn verwendet wird, gespielt werden. Das Euphonium wird im Orchester meistens von Posaunisten gespielt.

      In meiner aktiven Bläserzeit in verschiedenen Posaunenchören spielte ich Tenor-, Baritonhorn, Euphonium und auch Tuba.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Lionel schrieb:

      Weitere selten im Orchester eingesetzte Blechblasinstrumente sind Basstrompete, Tenor- und Baritonhorn
      Tenorhorn hört man am Anfang von Mahlers 7. solistisch. Im überwiegenden Teil der Sinfonie pausiert das Instrument.

      Wagnertuben gibt's auch bei Strawinskys "Sacre" und bei manchen Werken von Richard Strauss.
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • philmus schrieb:

      Alberich schrieb:

      Ich sage, a propos Sax spielende Klarinettisten, mal Wagnertuba.
      Ich habe wahrscheinlich sehenswert blöd geguckt, als ich mich aus Versehen mal in Bruckners 9. am fünften Horn verirrt hatte und der langsame Satz kam
      aber diese Wagnertuben sind schon eher Hörner als (Bass-)Tuben, oder? klingen tun se ja geil.
      Ja, deshalb müssen ja die Hornisten ran.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.