Ein Tag ohne Beethoven ist möglich...

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    • Quasimodo schrieb:

      Erstere mein klarer Favorit! Da gewinnt das Stück doch sehr!
      Die zweite Aufnahme ist mMn "konventionell" wohl kaum besser zu spielen. Ich kenne das Stück zwar kaum, war aber sehr überzeugt.

      Aber auf dem Naturhorn hört man - bilde ich mir ein - auch die Grenzen des Instrumentes, gegen die Beethoven ankomponiert hat. EInschließlich des 11. Naturtons (Grundton = 1), der zur pflichstschuldigsten Modulation in die Dominate verwendet wird ... und wie er in der Durchführung moduliert, trotz des beschränkten Tonvorrat des Horns, ist schon krass ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Aber auf dem Naturhorn hört man - bilde ich mir ein - auch die Grenzen des Instrumentes, gegen die Beethoven ankomponiert hat. EInschließlich des 11. Naturtons (Grundton = 1), der zur pflichstschuldigsten Modulation in die Dominate verwendet wird ... und wie er in der Durchführung moduliert, trotz des beschränkten Tonvorrat des Horns, ist schon krass ...
      Mag sein, dass es gerade das ist, was mir die Aufnahme sympathisch (und das Stück interessanter) macht.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Zweimal op. 18.5; Belcea- und Artemis-Quartett.



      Beim letzteren höre ich hie und da (Andante!) unschöne Intonation. Trotzdem gefällt mir die Interpretation besser, weniger geglättet (auch hier vor allem im Andante; womöglich korrespondiert das).
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Quasimodo schrieb:

      Mauerblümchen schrieb:

      Aber auf dem Naturhorn hört man - bilde ich mir ein - auch die Grenzen des Instrumentes, gegen die Beethoven ankomponiert hat. EInschließlich des 11. Naturtons (Grundton = 1), der zur pflichstschuldigsten Modulation in die Dominate verwendet wird ... und wie er in der Durchführung moduliert, trotz des beschränkten Tonvorrat des Horns, ist schon krass ...
      Mag sein, dass es gerade das ist, was mir die Aufnahme sympathisch (und das Stück interessanter) macht.
      das sehe ich auch so (nach Anhören dieser formidablen Aufnahme bei Spotify).
      Der Einsatz des 11. Naturtons (= zu tiefes h' das nur leicht nach oben korrigiert werden braucht und deshalb noch kräftig klingen kann) ist hier eher zur Entspannung des Hornisten geeignet, nachdem er sich schon in der Exposition mit e-Moll, in der Durchführung dann mit b-Moll etc. abplagen durfte. Ich staune wie sauber das geht.

      Da kommt mir gerade ein Gedanke: eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den "Grenzen des Instrumentes" könnte Beethoven als wichtiges Rüstzeug erschienen sein - auf dem Weg zur Sinfonie.
      :wink: Khampan
    • Und auch bei mir ein Trio, das sogenannte 'Erzherzog-Trio' mit Casals, Thibauld und Cortot.



      Im ersten Moment habe ich immer das Gefühl, dass die einzelnen Stimmen eigentlich nicht zueinander passen. Aber ganz schnell funktioniert es eben doch und es stellt sich ein Gefühl von großer Harmonie ein bei gleichzeitigem Spüren, dass da drei große, sehr besondere Persönlichkeiten Musik machen, sich unterhalten und das auf ihre eigene Art. 'Wir gehören zusammen und sind doch gleichzeitig sehr eigen', vielleicht ist es das, warum ich diese Aufnahme so liebe. Unter einem gemeinsamen Dach sich versammelnd, die eigene Individualität bewahrend und doch zusammenfindend.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Zweimal in B-Dur.

      Ludwig van Beethoven: Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6

      Belcea Quartet

      Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

      Wiener Philharmoniker
      Krystian Zimerman, Klavier und Leitung





      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
    • Neu

      Noch eine Runde "Waldstein" - dafür habe ich drei Aufnahmen herausgesucht, die in einem anderen bekannten Forum von einem dort sehr aktiven Member als herausragend bewertet wurden: Ashkenazy, Rubinstein und der mir vorher nicht bekannte Jacob Lateiner.



      Ashkenazy und Rubinstein treffen meine Vorstellung des Stückes dabei nicht wirklich. Ashkenazy spielt mir zu "pauschal", die Artikulation wirkt auf mich ungenau, die pp-Abschnitte meist zu laut, wie bei einem Klavier-Musterschüler, der technisch alles im Griff hat, dem aber das Rüstzeug zur finalen interpretatorischen Ausgestaltung fehlt. Bei Rubinstein stört mich das teilweise starke Rubato, v.a. im 2. und 3. Satz, und das Prestissimo ist mir viel zu verhalten. Hier nimmt er der Musik etwas, ohne dass man etwas anderes dafür bekommt. Lateiner (den es nur auf Youtube gibt: 1. Satz / 2. & 3. Satz) allerdings ist wirklich bemerkenswert: Der 1. Satz mit einem Drive wie bei Gulda, dabei in der Beachtung von Dynamik und Artikulation noch genauer, ohne dass der Zusammenhang verloren geht, das ist wirklich großartig gespielt. In der Introduzione gelingt ihm (bei für mich überzeugender Tempogebung) der Spagat zwischen expressiver Ausgestaltung und dem Halten der Spannung, scheinbar nur durch eine genaue Umsetzung des Notentextes. Der dritte Satz ist dann allerdings für mich etwas enttäuschend: Zu starke Temporückungen, zu viel Pedal und ein (ich weiß nicht, wie ich das besser ausdrücken soll) "Kleben am Metrum" verhindern, dass sich ein Bogen über dem Satz herstellt und eine Dramaturgie spürbar wird. Unverständlich (gegen seine zuvor so bewusste und genaue Beachtung der Notenwerte) das Liegenlassen der Schlussakkorde. So bleibt zumindest im 3. Satz Gulda für mich der Favorit, weil sich bei ihm alles unvergleichlich organischer entwickelt. Trotzdem ist Lateiner für mich eine lohnende Entdeckung.
    • Neu

      Ist bei mir zwar alles aus der Erinnerung und ich weiß auch nicht, was davon als Streaming o.ä. zur Verfügung steht, aber für die Waldstein empfehle ich noch Firkusny/EMI für eine "elegante", Cziffra (live/Ermitage u.ä. Billiglabels) für eine überraschend zurückhaltende Deutung der Waldsteinsonate (die war auch noch nie mein Lieblingsstück, Appassionata und Pathetique waren es immerhin früher mal). Gulda/Amadeo ist schon ein großer Favorit von mir, ungeachtet des manchmal etwas mechanischen Eindrucks und der etwas prosaischen Introduzione.
      Und natürlich Gelber/Denon für top Klang, aber den empfehle ich ja langweiligerweise durchgehend...

      Firkusny Asin: B000002S7M
      Cziffra Asin: B01KAS0DZS
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
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      Hier wieder Beethoven mit Fleisher und Szell:

      Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

      Leon Fleisher, Klavier
      Cleveland Orchestra
      George Szell



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
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      'Egmont' - vollständig. Sogar mehr als vollständig, gibt es nämlich wohl noch zusätzliche Texte, hier gesprochen von Klaus-Jürgen Wussow.



      Pilar Lorengar
      Klaus-Jürgen Wussow
      Wiener Philharmoniker
      George Szell

      Bruno Ganz als Sprecher bei Abbado ist mir zwar lieber, aber den zupackenden Ansatz von Szell, der mir doch viel mehr das Drama zu dirigieren scheint, mag ich einfach lieber. Szell hat so etwas Klares, Geradliniges, Packendes was ich nicht nur bei 'Egmont' mag, sondern fast grundsätzlich bei Beethoven. Da wird nicht geglättet, sondern die Ecken und Kanten ausgespielt. Zudem sind die Wiener hier einfach toll.

      :wink: Wolfram
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      Ohne Steuermann.

      Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur op. 20

      Wiener Oktett



      Beethoven an seinen Verleger Hoffmeister: „Geliebtester Herr Bruder! Ich will in Kürze alles hersetzen, was der Herr Bruder von mir haben könnte: 1. Ein Septett per il violino, viola, violoncello, contrabasso, clarinett, corno, fagotto; – tutti obligati. (Ich kann gar nichts unobligates schreiben, weil ich schon mit einem obligaten Accompagnement auf die Welt gekommen bin.) Dieses Septett hat sehr gefallen."

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
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      Quasimodo schrieb:

      op. 19 (für das ich immer schon ein besonderes Faible hatte)

      Quasimodo schrieb:

      Der Schluß des Adagio und das anschließende Einsetzen des Rondos sind in der Tat jedesmal wieder der Hammer!

      Hmmmm ... op. 19 steht bei mir unter den fünf üblicherweise gezählten Klavierkonzerten an letzter Stelle ...

      ... aber das Thema des Finalrondos mit seinen Betonungsverhältnissen finde ich schon klasse! Klingt wie Auftakt, ist aber keiner ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
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      5-4-3-1-2

      Ich mag die großen Gesten in Es-Dur ... und den attacca-Übergang vom H-Dur-Satz zurück nach Es-Dur ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)