Da wäre ich gern dabei gewesen! - Spielerisch durch die Musik- und Aufführungsgeschichte

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Da wäre ich gern dabei gewesen! - Spielerisch durch die Musik- und Aufführungsgeschichte

      Neulich hörte ich mal wieder Orgelmusik von Bach und dachte: Da wäre ich gern dabei gewesen! In der Kirche zu sitzen und Bach himself beim Improvisieren zuzuhören, etwas Größeres gibt es nicht. Wenn dereinst die Zeitreise erfunden wird, da will ich hin!

      Allerdings, dachte ich bald, wäre das womöglich keine kluge Wahl. Wie Bach an der Orgel klang, können wir uns anhand der überlieferten Werke recht gut vorstellen. Also lieber bei der Uraufführung der Matthäuspassion dabei sein? Oder hören wie eine Kantate damals klang? Oder doch die großen Opern-Sänger hören? Caruso als Otello, Callas als Violetta, Farinelli sogar?

      Das Gemeine an diesem Spiel ist, dass man sich entscheiden muss. Wo wäre ich gern dabei gewesen und weshalb?

      Die Regeln:

      Pro Beitrag nur einen Ort.
      Zwei Mal hintereinander ist verboten. Mindestens ein Beitrag sollte dazwischen sein.
      Begründung muss sein.

      Wo wäret ihr also gern dabei gewesen? Und warum?
    • Guten Abend,

      ich würde auf jeden Fall die Uraufführung von Beethoven 5 und 6 (und KK 4) am 22.12.1808 nennen. Das ist eine Veranstaltung, wo ich gern gewesen wäre. Die beiden Symphonien sind bis heute bedeutsam und noch dazu sehr unterschiedlich. Möglicherweise war das damals eine Überdosis an neuer Musik. Die Umstände damals waren aber wohl eher ungünstig, wie man wikipedia entnehmen kann. Sei's drum.
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • Ich wäre gerne im Jahr 1734 im Theater in Lincoln's Inn Fields gewesen, in dem die Opera of the Nobility unter Leitung von Nicola Porpora gerade Händels Opernhaus Konkurrenz machte. Dort konnte man zu dieser Zeit gleich zwei der berühmtesten Kastraten hören: Senesino, der nach dem Zerwürfnis mit Händel zur Konkurrenz gewechselt war, und Porporas Schüler Farinelli. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten sie in der Pasticcio-Oper "Artaserse", deren Musik u.a. von Hasse stammt. Die Zeit der Kastraten ist unwiederbringlich verloren, wir müssen sie heute durch Frauen oder Countertenöre unvollkommen substituieren. Daher wäre es für mich als Liebhaber der Barock-Oper ein ganz besonderes Erlebnis, ein solches Werk so zu hören, wie es damals aufgeführt wurde.
      Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.
    • So weit in die Vergangenheit muss ich gar nicht zurückgehen: Ich hätte gern Peter Schreier jemals live gehört.
      Und es tut mir leid, dass ich 2009/10 zu blöd war hinzugehen, als Franz Grundheber in Wien Simon Boccanegra, Scarpia und Moses gemacht hat.

      Was auch interessant gewesen wäre, aber zeitlich komplett unmöglich: Anton Bruckner in St. Florian an der Orgel improvisieren hören (bzw. zumindest eine Aufnahme davon haben).
    • Am 28. Mai 1608 erlebte in Mantua am Hof des Herzogs Vincenzo Gonzaga Claudio Monteverdis zweite Oper "L'Arianna" ihre Uraufführung. Unter großem Zeitdruck und mit erheblichen Mühen komponiert, war sie Teil der Feierlichkeiten zur Vermählung des Prinzen Francesco von Gonzaga mit Margherita von Savoyen. Der Aufwand muss enorm gewesen sein, die Rede ist von 300 Personen, die die Theatermaschinerie bedient haben. Die Aufführung war offenbar ein großer Erfolg. Ich wäre sehr gerne dabei gewesen, denn die Musik zu dieser Oper ist verschollen, bis auf das berühmte Lamento d'Arianna "Lasciatemi morire", für mich eines der schönsten und ergreifendsten Musikstücke, die je geschrieben worden sind. Ich würde daher viel darum geben, einmal die ganze Oper hören zu können.
      Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.
    • Sadko schrieb:

      So weit in die Vergangenheit muss ich gar nicht zurückgehen: Ich hätte gern Peter Schreier jemals live gehört.
      Du Armer, da hast du echt was verpasst.

      Ich will gar nicht so tief in den Brunnen der Vergangenheit eindringen. Natürlich hätte ich den ersten Ring in Bayreuth gerne erlebt oder mal so einen seltsamen Barock-/Frühklassikabend in irgendeinem Opernhaus oder die UA von Rossinis 'Wilhelm Tell' mit dem berühmt/berüchtigten 'C'. Aber die will ich gar nicht bennen.

      Viel mehr ärgern mich nämlich Abende, die ich hätte erleben können, aber aus im Nachhinein nichtigen Gründen verpasst habe.

      - Bernstein in Mailand. Alternative war 'Piccolo Marat' in Livorno. Also der Mascagnis, weil wir sagten, dass Bernstein eh im nächsten Jahr beim SHMF auftreten würde. Nur leider war er im nächsten Jahr tot.

      :wink: Wolfram
    • Hätte mir gerne Aufführungen mit coolem Zoff reingezogen:

      Skandalkonzert von 1913 mit Schönberg- und Webern-Mucke mit etwas Bergsteigerei......
      deutschlandfunk.de/das-watsche…ml?dram:article_id=241910
      Weberns op. 06 bildete damals Hardcore an neuer Mucke....

      auch beim Gepöbel während UA von Luigi Nonos Variazioni canoniche in Darmstadt während der frühen Fuffziger gerne dabei gewesen
      ..
      .. eine Moses und Aron Premiere unter Scherchen in der Hertha-Stadt bot auch Zoff und Scherchens PKW wurde demoliert... ..

      wütendes Gebelfer RT-Phober scheint vergleichsweise eher wie harmlose Frotzelei rüberzukommen...

      Okay bloß ein Event. :(
      => um Nostalgie-Feeling anzustacheln, dass mal ästhetisch viel Chose möglich schien, also Skandalkonzert von 1913.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • ein Event pro Beitrag machts wirklich schwer, aber auch interessant.

      Also ich suche mal nur im 20. Jh.:

      Webern dirigiert Bruckner VII.


      eine solche Aufführung wird von TWA als (sinngemäß) Ohrenöffner bezeichnet. Und es wäre interessant, eine Sicht aus "Neuer Wiener Schule", eher in Distanz zu Bruckner, zu kennen.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • zabki schrieb:

      Webern dirigiert Bruckner VII.

      eine solche Aufführung wird von TWA als (sinngemäß) Ohrenöffner bezeichnet. Und es wäre interessant, eine Sicht aus "Neuer Wiener Schule", eher in Distanz zu Bruckner, zu kennen.
      Wär möglicherweise auch mega-cool gewesen.. Teddielein fand Weberns Mahler-Wiedergaben saugeil..
      .. schade für Mahler-Nerds, dass es davon keine Mitschnittte gibt... im irgend einen Lagerfach meines Brägens haust undeutliche Info, dass Webern Bruckner-Mucke sogar fetzig rüberkam.. H-K- Metzger verzapfte mal darüber eine Anmerkung.. falls eigner Faulheits-Modus überwindbar, versuch ich mal das nachzuchecken..
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      im irgend einen Lagerfach meines Brägens haust undeutliche Info, dass Webern Bruckner-Mucke sogar fetzig rüberkam.. H-K- Metzger verzapfte mal darüber eine Anmerkung
      ich vermute, daß das auf Adornos Äußerung zurückgeht. Wo die nun zu finden wäre hab ich leider nicht im "Brägen" ...
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Bei genauerer Lektüre von Knulps Eröffnung kommt mir der Gedanke, daß es hier nicht um „verpaßte Konzerte“ gehen soll, sondern um die fiktive Anwesenheit bei besonderen musikalischen Ereignissen in der Vergangenheit, bei deren Umsetzung man sich einer Zeitmaschine bedienen darf. Schöne Vorstellung.

      Ich glaube, bei einem der größten Skandale der Musikgeschichte, der Uraufführung des „Sacre“ am 29.05.1913, wäre ich gerne dabei gewesen. Es muß ein ungeheurer sinnlicher Eindruck gewesen sein, eine derartige Musik zum ersten mal zu hören, und dazu die Teilnahme an einer Massenschlägerei unter Kulturträgern im Namen der Kunst (br-klassik.de/themen/klassik-e…auffuehrung-1913-100.html).

      Wobei sich die Frage an Knulp anschließt, ob die Zeitmaschine nur ein Transportmittel darstellt, will meinen: das eigene Erleben des ausgewählten Ereignisses mit heutigen Ohren oder einer zeitgenössischen Auffassungsgabe geschieht. Bei letzterer Alternative könnte ich mir wohl ehrlicherweise nicht sicher sein, auf welcher Seite ich mich zu prügeln hätte.
    • Andreas schrieb:

      Wobei sich die Frage an Knulp anschließt, ob die Zeitmaschine nur ein Transportmittel darstellt, will meinen: das eigene Erleben des ausgewählten Ereignisses mit heutigen Ohren oder einer zeitgenössischen Auffassungsgabe geschieht.
      .. gute Frage. Was mich betrifft, so habe ich unwillkürlich an die Zeitmaschinenversion gedacht - mir würde es nichts bringen, die damaligen Ohren zu haben, das wäre dann ja sozuagen gar nicht "ich". Ich würde gern den Webern Bruckner dirigieren gehört haben in der Perspektive meines aktuellen Verhältnisses zu Bruckner, in dem zwischenzeitige Erfahrungen mit Bruckner drinstecken - also genau genommen würde ich das auch nicht mit meinen schlechten Ohren hören wollen, sondern mit quasi idealisierten heutigen ...
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Sviatoslav Richter spielte am 28. November 1963 in Leipzig ein Recital mit den letzten 3 Beethoven-Klaviersonaten, 3 Klavierwerken von Brahms und dem Chopin-Nocturne op. 15, Nr. 1.

      Explosive, risikofreudige Energie und stürmisches Voranschreiten wechseln sich ab mit tiefer Ruhe und Beseeltheit und herrlicher Kantabilität. Die enorme Bandbreite des Ausdrucks, zu der Richter fähig war, wird in diesem Recital wunderbar erfahrbar.

      Ich wäre gerne dabei gewesen. Oder auch in der Carnegie Hall… oder in jedem anderen Richter-Konzert.

    • Ich wäre gerne bei der Uraufführung von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8, der "Symphonie der Tausend", am 12.9.1910 in der Neuen Musik-Festhalle in München (heute Halle 1 des Verkehrszentrums des Deutschen Museums) dabei gewesen, neugierig sowohl Mahler als Dirigenten als auch Klangbild und Ausführung zu erleben, aber auch des gesellschaftlichen Ereignisses wegen, all die "Promis" live zu erleben die dabei waren, die damaligen Assistenten Otto Klemperer und Bruno Walter, dazu etwa Siegfried Wagner, Alfredo Casella, Hermann Bahr, Leopold Stokowski, Arnold Berliner und Thomas Mann.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ganz schwierig! Folgende Anlässe kamen mir in den Sinn:

      - Monteverdis Opernaufführungen
      - Bachs Probespiel als Organist in Hamburg; wie hat er wirklich improvisiert, wie waren seine Tempi, seine Artikulation, seine Spieltechnik überhaupt?
      - Bachs Aufführungen der Mt-Passion - grauslich oder wundervoll? Abermals: Tempi. Artikulationen, ...
      - Bachs eigenes Spiel seines Wohltemperierten Klaviers in einer Unterrichtsstunde
      - Mozart als Operndirigent und als Solist in seinen Klavierkonzerten
      - die Uraufführung der Eroica
      - Beethoven als Interpret seiner Klaviersonaten, solange er noch hörte
      - Chopin und Liszt in ihren Salon-Darbietungen, bei denen Damen reihenweise ohnmächtig geworden sein sollen
      - die ersten Proben für das Tristan-Vorspiel. Diese wurden nach 50 Proben bekanntlich abgebrochen, das Vorspiel als "unspielbar" bezeichnet. Was eine Aussage über den damaligen Orchesterstandard ist - heute hat man für einen ganzen Tristan-Aufzug zwei bis fünf Proben, habe ich mir sagen lassen ...

      Aber ich entscheide mich für:

      Bachs Probespiel als Organist in Hamburg.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)
    • Mauerblümchen schrieb:

      die ersten Proben für das Tristan-Vorspiel. Diese wurden nach 50 Proben bekanntlich abgebrochen, das Vorspiel als "unspielbar" bezeichnet. Was eine Aussage über den damaligen Orchesterstandard ist - heute hat man für einen ganzen Tristan-Aufzug zwei bis fünf Proben, habe ich mir sagen lassen ...

      Das stimmt in mehrfacher Hinsicht nicht.

      Die ersten Aufführungen des Tristan-Vorspiels fanden am 12.3.1859 in Prag (Dirigent: Hans von Bülow) und Anfang Juni 1859 in Leipzig (Dirigent: Franz Liszt) statt. In beiden Fällen ist keine Überforderung des Orchesters dokumentiert, die Aufnahme der Musik war bei einem Wagner wohlgesonnenen Publikum sowohl in Prag wie auch in Leipzig freundlich bis enthusiastisch. Auch für die ersten von Wagner selbst dirigierten Aufführungen Anfang 1860 in Paris sind keine Probleme des Orchesters überliefert. Nähere Angaben hier.

      Der berüchtigte Abbruch der Probenarbeit am Tristan nach 77 Proben fand 1862/63 an der Wiener Hofoper statt und betraf die Aufführung der ganzen Oper, nicht nur des Vorspiels. Es ist wahrscheinlich, dass es sich ausschließlich um Klavierproben mit den Sängern gehandelt hat, auf deren Unfähig- bzw. Unwilligkeit der Probenabbruch u.a. zurückzuführen war. Der Ruf der "Unspielbarkeit" rührte von daher und betraf somit vor allem die Ausführbarkeit der beiden sängerischen Hauptpartien.

      Was die orchestrale Seite betrifft: Glasenapp berichtet, dass bei der Vorbereitung der Münchner Uraufführung 1865 Hans von Bülow vom 10.4. bis 9.5. insgesamt zwanzig Orchesterproben abgehalten hat. Es folgte die Generalprobe am 11.5. sowie eine weitere, von Wagner gewünschte "zweite Generalprobe" am 13.5. (die Premiere musste dann wegen einer Erkrankung Malvina Schnorr von Carolsfelds um einen Monat auf den 10.6. verschoben werden).

      Insgesamt (mit Generalproben) 22 Orchesterproben für den ganzen Tristan: das entspricht gut sieben Proben pro Aufzug, was von der heutigen Praxis nicht stark abweicht. Die Qualität bereits der ersten Generalprobe als auch der späteren Uraufführung ist von allen Zeugen (Wagner selbst, Bülow, Freunde und Gegner Wagners) als sehr gut bis exzellent beurteilt worden (Wagner: "Erfüllung des Unmöglichen").

      Und, um zum Thema zurückzukommen: Diese Uraufführung von Tristan und Isolde am 10.6.1865 im Münchner Hof- und Nationaltheater hätte ich gerne miterlebt.

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • geht natürlich immer.

      In dem nachfolgenden Artikel, erschienen in den "Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen" vom 11.05.1747, geht es um einen Besuch des Thomaskantors in Potsdam::

      "Aus Potsdam vernimmt man, daß daselbst verwichenen Sonntag der berühmte Capellmeister aus Leipzig, Herr Bach, eingetroffen ist, in der Absicht, das Vergnügen zu geniessen, die dasige vortreffliche Königliche Musik zu hören. Des Abends, gegen die Zeit, da die gewöhnliche Cammer-Musik in den Königlichen Apartements anzugehen pflegt, ward Sr. Majestät berichtet, daß der Capellmeister Bach in Potsdam angelanget sey, und daß er sich jetzo in Dero Vor-Cammer aufhalte, allwo er Dero allergnädigste Erlaubnis erwarte, der Musik hören zu dürfen. Höchstdieselben erteilten sogleich Befehl, ihn hereinkommen zu lassen, und gingen bei dessen Eintritt an das sogenannte Forte und Piano, geruheten auch, ohne einige Vorbereitung in eigner höchster Person dem Capellmeister Bach ein Thema vorzuspielen, welches er in einer Fuga ausführen sollte. Es geschah dieses von gemeldetem Capellmeister so glücklich, daß nicht nur Se. Majest dero allergnädigstes Wohlgefallen darüber zu bezeigen beliebten, sondern auch die sämtlichen Anwesenden in Verwunderung gesetzt wurden.“

      Da reihe ich mich doch gerne in die Schar der "Anwesenden" ein.