Bedřich Smetana: Trio für Klavier, Violine und Violoncello g-Moll op. 15 (1855)

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    • Suche ich bei mir seit thread-Eröffnung . ASIN B00008Q06O . Ich habe sie mal aus dem UK erhalten , war dort günstig . Aber weder unter Smetana noch unter Dvorak ist sie bei mir zu finden . Hoffentlich nicht das Socken/Waschmaschine Rätsel .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Braccio schrieb:

      Auf Spotify gibt's sie aber schon: open.spotify.com/album/3URFHw0LCpeO8ebYc8nnWG

      ups, kann man die nur mit Premium abspielen? Hab ich nämlich nicht. Der Link öffnet sich zwar, aber nicht abspielbar. Ich dachte das Angebot wäre beim kostenlosen Account das gleiche, hab ich wohl falsch verstanden. Bei mir erscheint die Aufnahme auch gar nicht als Suche-Treffer.
    • Jetzt bin endlich mal wieder dazu gekommen, mir das Trio in Ruhe anzuhören, und bin wieder begeistert von dem Werk. Für mich von Anfang bis Ende mitreißend! Slawisches Kolorit fehlt mE völlig, viel eher klingen brahmssche und schumannsche Tonwelten an, wobei Brahms in 1855 noch nicht vorbildhaft gewirkt haben kann. Ein absolutes Meistertrio - Dvořák und Brahms unbedingt an die Seite zu stellen.

      Ich werfe folgende Aufnahme in den Ring:



      Mir fehlt da nichts! Die Aufnahme vom Joachim Trio kommt als nächstes dran.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Trio Fontenay

      Felix Meritis schrieb:

      Mir fehlt da nichts! Die Aufnahme vom Joachim Trio kommt als nächstes dran.

      ach ja, diese Aufnahme gibt's ja auch noch... hatte ich irgendwie verdrängt. Das Ensemble war damals ja gerade erst in den Startlöchern. Was ich aus der Zeit in Erinnerung hatte, hatte mich nicht überzeugt.

      Jetzt mal nur den ersten Satz gehört. Mir fehlt da einiges. Die Tempodramaturgie ist mehr an den manuellen Erfordernissen orientiert bzw. entspringt schnitttechnischen Zufällen als dass sinnvolle Zusammenhänge erkennbar sind.
      Auch innerhalb der Abschnitte wird viel buchstabiert und sich an das (virtuelle) Metronom geklammert.

      Noch ein bisschen Korinthenkackerei meinerseits:
      Falscher Klavierakkord in Takt 257: h statt his macht aus dem so spannenden E7 mit 5# einen banalen Septakkord.
      Takt 261 plötzlich schnelleres Tempo, wo gar kein Tempowechsel angegeben ist. Zugegeben: eine Beschleunigung ist hier ratsam, allerdings kein plötzlicher Bruch. Das Smetana eben nicht alle Tempomodifikationen anzeigt, ist ein Hinweis darauf dass generell nicht schulmeisterlich mit dem Tempo umzugehen ist.
      Der Pianist hat im Übrigen ziemliche Probleme mit dem Polonaisenrhythmus an dieser (ab T. 261) und der entsprechenden Stelle in am Anfang des Satzes (T. 68). Das Verwischen des Rhythmus mit Pedal geht hier gar nicht (das Pedal fungiert als spieltechnische Erleichterung für den Pianisten. Klanglich und rhythmisch in dem Fall desaströs).

      Wenn dir diese Aufnahme schon so gefällt, was würdest du erst zu den richtig guten sagen, frage ich mich.

      Felix Meritis schrieb:

      Ein absolutes Meistertrio - Dvořák und Brahms unbedingt an die Seite zu stellen.
      Da sind wir uns einig :jaja1:

      :alter1: Khampan


    • Habe mir gestern die Aufnahme mit dem Suk Trio angehört (aber nicht von der verlinkten Ausgabe).

      Mich haben Suks wenig moduliertes Vibrato und der für mein Empfinden etwas scharfe, dünne und unnatürliche Klang vor allem der beiden Streicher gestört. Ansonsten aber schon idiomatisch und mitreißend, meine ich.
    • Felix Meritis schrieb:

      Ich als naiver Hörer merke davon nichts. Macht das Leben auch einfacher

      Ich bezweifle dass du davon nichts merkst, wenn du mal eine der von mir empfohlenen Aufnahmen dagegen hörst.
      Klar kann man auch von einer weniger gelungenen Aufnahme angetan sein, solange man keine bessere kennt.
      Meine erste Begeisterung hat sich bei einem Studentenkonzert entzündet, bei dem bestimmt auch nicht alles fehlerfrei lief (obwohl aus heutiger Sicht relativ hochkarätig besetzt)
    • Ich habe allerdings bei weitem nicht so ein gutes Gehör wie Du. Aber natürlich: bei Werken, die ich besser kenne, höre ich auch schnell Unstimmigkeiten heraus. Das Smetanatrio kenne ich schon lange, habe es aber wohl erst ein dutzend Mal gehört. Nicht, weil es mir nicht gefällt (wie ja ausgeführt), sondern weil ich so emotional geladene Musik nur dosiert genießen möchte.
      Eine von den beiden von Dir empfohlenen Smetana Trio Aufnahmen werde ich mir aber wohl zulegen. :zahlen1: :)
      Im Zweifelsfall immer Haydn.