STRAUSS: Elektra – Werk und Werkgeschichte

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    • Sadko schrieb:

      Liebe Rosamunde!
      Erstmal herzlich willkommen im Forum! :)
      Danke sehr ! Nice to be here........


      Sadko schrieb:

      Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Missbrauch der Hauptperson durch den eigenen Stieffvater natürlich was anderes ist als des Ochs "Abenteuer mit jungen Mädchen", jedenfalls in der damaligen Gesellschaft. (off-topic: Ochs ist für mich zwar kein Sympathieträger, aber SO übel finde ich ihn nicht. Ich denke, ein Reiz des Stücks besteht ja auch darin, dass sich der ländliche-ungeschickte-protzige Ochs am vornehmen Wiener Pakett nicht zu bewegen weiß und dort grandios ausrutscht.)
      Ich meine Missbrauch durch den Stiefvater ist schlimmer, also wenn die Zensur schon bei Ochs zugeschlagen hat, dann doch bei Elektra gerade........oder?


      Argonaut schrieb:

      Auf jeden Fall muss man berücksichtigen, dass Strauss den Text des Schauspiels nicht vollständig, sondern mit einigen bedeutenden Kürzungen in Musik gesetzt hat. Es kann also durchaus sein, dass er die Stelle einfach im Zuge der notwendigen Kürzungen mit entfernt hat,
      ach ok. Danke ! Es hörte sich so an, als sei es die einzige Stelle, die fehlt.
      Dennoch könnte man sich fragen, warum Strauss so gewählt hat. Vielleicht hat jemand den Briefwechsel und findet was dazu.
    • Rosamunde schrieb:

      Ich meine Missbrauch durch den Stiefvater ist schlimmer, also wenn die Zensur schon bei Ochs zugeschlagen hat, dann doch bei Elektra gerade........oder?
      Ups, sorry, mein Fehler, hab ungenau gelesen!
      Wobei man durchaus argumentieren könnte, dass Ochs ja durchaus als "anständige" Figur gezeigt werden sollte und Aegisth eben nicht... aber das ist Spekulation meinerseits!
    • Sadko schrieb:

      Rosamunde schrieb:

      Ich meine Missbrauch durch den Stiefvater ist schlimmer, also wenn die Zensur schon bei Ochs zugeschlagen hat, dann doch bei Elektra gerade........oder?
      Ups, sorry, mein Fehler, hab ungenau gelesen!
      Wobei man durchaus argumentieren könnte, dass Ochs ja durchaus als "anständige" Figur gezeigt werden sollte und Aegisth eben nicht... aber das ist Spekulation meinerseits!
      ach so, ja, ........vielleicht auch weil Elektra eindeutig in einem anderen Zeitalter spielt und man sich im Bezug auf Moral deshalb die Hände in Unschuld waschen konnte, aber Rosenkavalier ja in der gleichen Gesellschaftsprdnung spielt, also sicher einen rohen Nerv getroffen hätte mit zu expliziten Darstellungen der Abenteuer eines Adeligen.
    • Rosamunde schrieb:

      vielleicht auch weil Elektra eindeutig in einem anderen Zeitalter spielt und man sich im Bezug auf Moral deshalb die Hände in Unschuld waschen konnte, aber Rosenkavalier ja in der gleichen Gesellschaftsprdnung spielt, also sicher einen rohen Nerv getroffen hätte mit zu expliziten Darstellungen der Abenteuer eines Adeligen.
      Genau, kann auch sein! Oder weil Strauss nach der Elektra eben mit dem Rosenkavalier bewusst einen Schritt zurück gemacht hat bzw. weil vielleicht kein Skandal mehr riskiert werden wollte.