Virtueller Flashmob aus dem musikalischen Homeoffice heraus am Ostermorgen mit BWV 4 "Christ lag in Todes Banden"

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    • Virtueller Flashmob aus dem musikalischen Homeoffice heraus am Ostermorgen mit BWV 4 "Christ lag in Todes Banden"

      Liebe Capriccio-Freunde! In der vergangenen Nacht habe ich deutschlandweit eine Mail verbreitet, deren Inhalt ich Euch zur Kenntnis geben möchte. Die Betreff-Zeile lautet: Mail an alle Bach-Enthusiasten (zum Weiterleiten): Einladung zum virtuellen Flashmob-Singen am Ostersonntag 07.00 Uhr mit BWV 4 „Christ lag in Todes Banden“

      Der Inhalt der Mail lautet:
      Liebe Musikfreunde! Warum nur die einstimmige „Ode an die Freude“ singen oder den aufgegangenen Mond? Ich lade dazu eine, eine ganze Bachkantate aus dem musikalischen Homeoffice heraus am Ostersonntag um 07.00 Uhr zum Klingen zu bringen.
      Was spricht musikalisch dafür? Dieses Frühwerk von JSB ist auch für Laien machbar, engagierte Chorsänger können auch die solistischen Stellen singen. Noch ist einige Zeit zum Üben!
      Auf meiner Website www.bachkantatenkopist.de finden Sie dazu verschiedene Einstudierungshilfen (Mp3, Video Mp4 und Youtube-Adressen), eine Partitur zum Selbstausdrucken, eine theologische Erläuterung zum schwierigen Luther-Text und eine Playback-Aufnahme, damit auch der Einzelne in seinem „Gehäuse“ die Bachkantate am Ostermorgen zelebrieren kann. Alle diese Dateien sind gemeinfrei, man kann sie herunterladen und auf anderen Websites einstellen, um innerhalb weniger Tage eine maximale Verbreitung zu ermöglichen.
      Solche Textpassagen wie „Den Tod niemand zwingen kunnt“ oder „Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen“ lassen uns unwillkürlich an den Kampf der Medizin mit dem Corona-Virus denken.
      Falls in den nächsten Tagen professionelle Künstler mit eigenen Vorstellungen zur musikalischen und technischen Realisierung in das Projekt einsteigen wollen, ist das sehr willkommen. Hauptsache, am Ostermorgen erschallt im deutschen Sprachraum ein Lobpreis zur höheren Ehre Gottes und zur Erbauung der Mitwirkenden gegen alle Corona-Depression! „Christ lag in Todes Banden“.
      Pfr.i.R. Wolfgang Hochstrate am 25. März 2020
      Gerstungen in Thüringen
      e-mail: kopist@kopist.de
      Homepage: www.kopist.de

      So weit die Mail. Ich habe schon erste Rückfragen bekommen wegen der Zeit und "Wer hört es?". Erstmal singt jeder für sich selbst, es ist eine Frage des Bewusstseins, dass man sich mit anderen Bach-Enthusiasten verbunden weiß. Genauso könnte man sich zu dieser Zeit auch eine Einspielung von CD anhören. Die frühe Zeit erinnert an die Ostermorgen-Feiern und beinhaltet eine physische Herausforderung. Meine Idee soll aber auch nicht anderen öffentlichen TV-Angeboten um 10 oder 11 Uhr in die Quere kommen. Theoretisch könnte der Plan eine Eigendynamik bekommen, dass sich noch eine andere Zeit ergibt, ohne dass ich das selbst kommunizieren müsste.
      Auf dem Wege durch die Welt wirst auch du stets angebellt. Hör nicht hin, geh ruhig weiter, nimm das Lästern still in Kauf; denn dann hören deine Neider schon von selbst zu Kläffen auf! (Krylow)
    • Ich weiß ja nicht wie es euch geht aber angesichts der vielen Berichte über Mediziener und Pflegekräfte, die bis zum Zusammenbruch für uns an der Front kämpfen damit wir gesund bleiben bzw. überleben, ist mir dieses unsinnige kollektive singen und musizieren gründlich vergangen. Ich finde man sollte die Zeit die man jetzt zuviel hat denjenigen schenken, die sie zu wenig haben, z.B. mit Einkaufengehen für das Arztehepaar (bei anderen vielleicht die Krankenschweser / Altenpfleger) von nebenan, damit diese wenn sie irgendwann heimkommen, wenigstens das nötigste zu hause haben. Nur so zum Beispiel.....

      Schöne Grüße

      Palisander
    • bitte wieviel prozent der bevölkerung hört gerne laienhaft hervorgebrachten bach? 0,2%? 0,02%?
      schön wäre jedenfalls, wenn es dann aus den fenstern tönt: "a rua is!"
      :D
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • 8o
      stimmt auch wieder.
      ich wohne zum glück am stadtrand, da merkt man von der ganzen corona-kiste fast nichts. weniger flugzeuge.
      :top:
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    • hast du die "i am from austria"-spielenden streifenwagen live miterlebt? wie sind die so angekommen?
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    • Palisander schrieb:

      Ich finde man sollte die Zeit die man jetzt zuviel hat denjenigen schenken, die sie zu wenig haben, z.B. mit Einkaufengehen für das Arztehepaar (bei anderen vielleicht die Krankenschweser / Altenpfleger) von nebenan, damit diese wenn sie irgendwann heimkommen, wenigstens das nötigste zu hause haben. Nur so zum Beispiel.....

      Genau, man sollte am Ostersonntag morgens früh um 7.00 h unbedingt einkaufen statt singen! Endlich bringt es mal jemand auf den Punkt!

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Palisander schrieb:

      Ich weiß ja nicht wie es euch geht aber angesichts der vielen Berichte über Mediziener und Pflegekräfte, die bis zum Zusammenbruch für uns an der Front kämpfen damit wir gesund bleiben bzw. überleben, ist mir dieses unsinnige kollektive singen und musizieren gründlich vergangen. Ich finde man sollte die Zeit die man jetzt zuviel hat denjenigen schenken, die sie zu wenig haben, z.B. mit Einkaufengehen für das Arztehepaar (bei anderen vielleicht die Krankenschweser / Altenpfleger) von nebenan, damit diese wenn sie irgendwann heimkommen, wenigstens das nötigste zu hause haben. Nur so zum Beispiel.....

      Schöne Grüße

      Palisander
      Schöne Idee, mach ma. Geht auch ganz undemonstrativ.
    • Palisander schrieb:

      Ich weiß ja nicht wie es euch geht aber angesichts der vielen Berichte über Mediziener und Pflegekräfte, die bis zum Zusammenbruch für uns an der Front kämpfen damit wir gesund bleiben bzw. überleben, ist mir dieses unsinnige kollektive singen und musizieren gründlich vergangen. Ich finde man sollte die Zeit die man jetzt zuviel hat denjenigen schenken, die sie zu wenig haben, z.B. mit Einkaufengehen für das Arztehepaar (bei anderen vielleicht die Krankenschweser / Altenpfleger) von nebenan, damit diese wenn sie irgendwann heimkommen, wenigstens das nötigste zu hause haben. Nur so zum Beispiel.....
      Bin vollinhaltich Deiner Meinung und werde mich an der vorgeschlagenen Aktion und ähnlichen Aktionen sicher nicht beteiligen.
      (zum Beitrag von Knulp: "für uns" im Zitat meint wohl nicht nur die Deutschen/Österreicher, sondern schließt auch die Menschen in Italien und Spanien und anderen Krisenregionen ein - auch wenn in Deutschland vermutlich noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht)
    • Vor allem aber werden die armen Corona-Viren ganz arg ausgegrenzt. Das haben die nicht verdient, meine ich. Die hatten auch ne schwere Kindheit. Und die tun halt, was sie können und gelernt haben, was denn sonst? Versuch mal, umzuschulen, so als normales Virus ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Ich meine im Endeffekt kann dass ja jeder halten wie er / sie es für richtig hält (es soll ja auch Leute geben, die das Horten von Klopapier für sinnvoll halten).
      Ob der Nachbar, der die Nacht zuvor möglicherweise wieder Bereitschaft hatte es wertschätzt am Ostersonntag um 7 Uhr mit Gesang und Getröte geweckt zu werden, wage ich allerdings zu bezweifeln. Vielleicht mal drüber nachdenken.