ZITATERATEN: Konzert und Oper (ohne Komponisten über Komponisten)

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    • Evviva Quasimodo! Alles richtig, auch Ort und Dirigent. Respekt! :verbeugung1: :verbeugung1: Und Du bist natürlich dran.

      Das Zitat stammt aus den Memoiren von Birgit Nilsson, deren erfrischende Respektlosigkeit (ohne bösartig zu sein) und Humor immer wieder ergötzen, wie übrigens auch ihr Rückgrat gegenüber Karajan, dem sie gerne Paroli bot, auch wenn sie ihn schätzte ("Karajan war ein typischer Hypochonder. Er war immer überzeugt, in der darauffolgenden Woche zu sterben..."). Für Mitropoulos' Dirigat fand sie übrigens hymnische Worte.
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Waldi schrieb:

      erfrischende Respektlosigkeit (ohne bösartig zu sein)
      Die Formulierung "Da machten die Spielhöllen Umsätze!" war mir sofort aufgefallen, aber ich konnte zunächst nichts damit anfangen. Du hast ja schon mehr Beispiele für ihren Stil gebracht (Karajan kriegt allerdings andauernd sein Fett weg.). Letztlich kam ich über die Kombination Bastianini - di Stefano drauf (Cherubino sei Dank!).

      Sehr lesenswert und unterhaltsam:



      Neues Rätsel nach dem Mittagessen! :D
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • @ Beethoven und Freund Erzherzog

      Waldi schrieb:

      Fängt der A vielleicht mit "B" an?

      andréjo schrieb:

      Falls ja, ist B deutlich älter als A gewesen?

      Waldi schrieb:

      Ehre, wem Ehre gebührt: Erst Andréjo brachte mich auf den Erzherzog, denn ich hatte vorher an einen der anderen Mäzene Beethovens gedacht. Dank an den Rätselsteller und den Mit-Löser!
      Es geht hier sehr zügig voran, man kommt kaum mit. :thumbup:

      Ich hatte in der Tat den Erzherzog auf dem Schirm. Nur war der ja keineswegs deutlich älter als Beethoven, sondern fast ( ;) ) deutlich jünger (Geburtsjahr 1788). Mir schien klar, dass so ein gönnender Adliger deutlich älter sein müsse als der Jung- und Heißspund. Insofern: Wieder was gelernt!

      :) Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Nun, werter Waldi, bist Du ja tatsächlich noch ein klein wenig älter als ich und von daher reif und wohlwollend. Es war halt kein Verschreiber, sondern ein mangelnder Verquerdenker. Oder so.

      Um geistige Verarbeitung bemühe ich mich seit der Pensionierung mehr als früher. Die Zeit reicht jetzt aus.

      :D
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Lieber Wolfgang,

      Soviel Demut beschämt mich direkt und verdient höchstes Lob. :verbeugung2:
      Ich würde daher meinen: Ein mangelnder Verquerdenker ließ Dich einen Verschreiber nicht als solchen gelten lassen wollen. Wird aber nicht akzeptiert! :alter1:
      :cincinbier:
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Va bene, ecco qua:

      A schreibt über B:

      "Sie war eine Frau, deren außergewöhnliches Auftreten an Tizians wundervolle Mariä Himelfahrt in Venedig erinnert, und die, zusätzlich zur Schönheit der Erscheinung, eine Schönheit des Handelns hatte - besonders jener Art von Handelns, in der der Gedanke oder die Konzeption eines Künstlers sichtbar wird - so, wie man es erwarten würde, wenn Tizians Maria zum Leben erweckt würde."

      Mit ihrer Interpretation von X ist er aber nicht glücklich:

      "Diese X ist ein abergläubischer, vergnügungssüchtiger Nichtsnutz, von jedem äußerlichen Glitzern angezogen, mit keiner Macht als der Macht der Verführung, die sie ausübt ohne Gefühl und Anstand. Da ist nicht der Hauch einer edlen Natur an ihr, nicht ein Funken von Aufrichtigkeit, Courage [...] All das vermittelt B mit der eindeutig künstlerischen Absicht, ihre Schönheit und ihre Anmut jener Nobilität - ich hätte beinahe Heiligkeit geschrieben - zu berauben, die ihnen ansonsten untrennbar anzuhaften scheint. [...] Nichts könnte mich dazu bewegen, noch einmal hinzugehen. Für mich war es die Schändung eines großen Talents. Ich fühlte mich wütend auf B, als hätte man mir eine grauenhafte Tizian-Karikatur von Hogarth gezeigt."

      (Im Original nicht deutsch, Übersetzung von mir.)

      B, um die es hier hauptsächlich geht, ist heute ein wenig vergessen (außer natürlich in Klassikforen ;) ), gehörte aber zu ihrer Zeit zu den ganz Großen ihres Metiers. A und X dürften wohlbekannt sein.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Ok. Mit Blick auf die Vorlieben des Glöckners:

      X = Manon! (Die Massenetsche natürlich)

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Quasimodo schrieb:

      Diese X ist ein abergläubischer, vergnügungssüchtiger Nichtsnutz, von jedem äußerlichen Glitzern angezogen, mit keiner Macht als der Macht der Verführung, die sie ausübt ohne Gefühl und Anstand. Da ist nicht der Hauch einer edlen Natur an ihr, nicht ein Funken von Aufrichtigkeit, Courage [...] All das vermittelt B mit der eindeutig künstlerischen Absicht, ihre Schönheit und ihre Anmut jener Nobilität - ich hätte beinahe Heiligkeit geschrieben - zu berauben, die ihnen ansonsten untrennbar anzuhaften scheint.
      Moment, verstehe ich das richtig? Die Sängerin B spielt die Carmen so gut, dass A das nicht sehen will? Merkwürdiges Lob...
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde