Eben gehört

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      Wieland schrieb:

      Charles-Auguste de Beriot (1802-1870) war eine Generation jünger als Paganini und galt zu seinen Lebzeiten neben diesem als einer der bedeutendsten Geiger. Wie Paganini hat er eine Reihe von Violinkonzerten für den eigenen Gebrauch hinterlassen, von denen drei auf dieser cpo CD zu finden sind. Das 7. Konzert ist dreisätzig und dauert kurzweilige 20 min. Das ist unkomplizierte Musik oft in der Nähe von zeitgleich entstandenen Opernarien, die unmittelbar anspricht und somit genau das richtige für einen lauschigen Sommerabend auf der Terrasse mit einem Glas Rose. Laurent Albrecht Breuninger spielt das hochvirtuos und ganz famos und ergänzt den 3. Satz mit eigener Kadenz. Das macht richtig Freude.
      es gibt/gab auch mal eine Marco Polo-Einspielung, die später bei Naxos wieder veröffentlicht wurde. Da sind die Violinkonzerte Nr. 1, 8 und 9 drauf. Solistin ist Takako Nishizaki, die wohl die Ehefrau des Firmengründers von Naxos war (oder noch ist). Sie ist nun 76 Jahre alt, und daher weiß ich nicht, ob sie überhaupt noch spielt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Hier:



      Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 3 a-Moll, op. 56 "Schottische"

      Chamber Orchestra of Europe
      Nikolaus Harnoncourt

      Nein, das ist nicht "meine" Aufnahme. Auch wenn Harnoncourt schon ein Händchen fürs Atmosphärische hat, so fehlt mir insbesondere im Kopfsatz doch ein etwas intensiverer schlagender Grundpuls. Der Satz kommt hier sehr kultiviert daher, sodass ich fast den kleine Finger abspreizen möchte. Speziell den stürmischeren Passagen fehlt es an einer gewissen Wildheit. Das klingt alles sehr kontrolliert, etwas förmlich.

      :wink: Agravain
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      Den Abend verbringe ich mit einem wirklich herrlichen Stück in dieser (wie ich finde) ganz wunderbaren Aufnahme:



      Joseph Haydn: Il ritorno di Tobia Hob. XXI/1

      Roberta Invernizzi - Rafaelle
      Sophie Karthäuser - Sara
      Ann Hallenberg - Anna
      Anders J. Dahlin - Tobia
      Nikolay Borchev - Tobit

      VokalEnsemble Köln
      Capella Augustina
      Andreas Spering

      :wink: Agravain
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      Agravain schrieb:

      Nein, das ist nicht "meine" Aufnahme. Auch wenn Harnoncourt schon ein Händchen fürs Atmosphärische hat, so fehlt mir insbesondere im Kopfsatz doch ein etwas intensiverer schlagender Grundpuls. Der Satz kommt hier sehr kultiviert daher, sodass ich fast den kleine Finger abspreizen möchte. Speziell den stürmischeren Passagen fehlt es an einer gewissen Wildheit. Das klingt alles sehr kontrolliert, etwas förmlich.


      Probiere es mal mit Thomas Fey aus.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Das Hindemith'sche Violinkonzert von 1939 kenne ich noch nicht sehr gut.

      Eben von LP gehört

      Isaac Stern
      New York PO
      Leonard Bernstein

      Aufnahme 1964

      Auf CD gekoppelt mit Penderecki 1. VC (muss ich auch unbedingt mal wieder hören), auf LP mit Barber. So auch in der Box.

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      Da ja gerade eine frische Aufnahme der „Sea Pictures“ mit Kathryn Rudge/Vasily Petrenko erschienen und die nächste Neuveröffentlichung (Elina Garanča/Daniel Barienboim) bereits am Horizont zu sehen ist, höre ich zur besseren Einschätzung mal wieder den - wie ich finde - Mercedes unter den Aufnahmen:



      Edward Elgar: Sea Pictures, op. 37

      Dame Felicity Palmer - Mezzosopran

      London Symphony Orchestra
      Richard Hickox

      :wink: Agravain
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      Und mal wieder Spätromantik:



      Arnold Krug (1849-1904)
      Streichsextett op.68
      + Klavierquartett op. 16
      Linos Ensemble
      CPO, DDD, 2014

      Vielleicht nicht ganz so toll, wie die viel weiter oben gezeigte Gernsheim-CD (zumindest gemessen an meinem Musikgeschmack), aber dennoch absolut hörenswerte Kammermusik, die dem Vergessen entrissen wurde.

      Rezensionen schrieb:

      Kieler Nachrichten 03 / 2018: »Der spukhafte ›nächtliche Ritt‹ im dritten und der dazu kunterbunt kontrastierende ›Carneval‹ im vierten Satz von Arnold Krugs ›Klavierquartett op. 16‹ sind unbedingt hörenswert. Aber auch im ›Streichsextett op. 68‹ findet der 1849 in Haburg geborene und von Carl Reinecke in Leipzig offenbar bestens geschulte Spätromantiker zu erstaunlich eigenständigen Kammermusik-Farben - hörbar als Zeitgenosse, nicht aber als Nachäffer von Johannes Brahms. Das an der Lübecker Musikhochschule beheimatete Linos Ensemble legt sich mächtig ins Zeug für den vergessenen Krug.«

      klassik. com 04 / 2018: »Das Linos Ensemble hat mal wieder Kostbarkeiten der zweiten Reihe ausgegraben. Von berückender Schönheit und kompositorischer Qualität ist vor allem das besetzungsmäßig interessante Streichsextett.«

      Das Orchester 07 / 2018: »Mit Arnold Krug gelingt eine weitere Entdeckung. Sein Streichsextett op. 68 blüht in einem Ton, der an Brahms geschult ist, aber originelle Fantasie und ein großes Gespür für feine, melancholische Stimmungen an den Tag legt, demnach mit Gewinn zu spielen ist.«

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.