Eben gehört

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    • Hector Berlioz
      Les nuits d'été op. 7
      Eleanor Steber (s)
      Columbia Symphony Orchestra
      D: Dimitri Mitropoulos
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul


    • Ernst Toch : Sinfonien Nr.2 & 3

      Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

      Weiter geht es mit Ernst Toch. Heute die zwei folgenden Sinfonien. Mal schauen, wann dann die Nummer Vier dran ist. Ich kann das nur in Etappen hören. Tochs Musiksprache ist sehr vielseitig, man kann es stilistisch nicht packen, was ich sehr interessant finde. Es schwankt immer wieder zwischen tonalen und atonalen Passagen. Ich würde daher schon die Zweite Wiener Schule als Ausgangsbasis sehen, aber das würde Toch nicht gerecht werden, weil ER ja wieder zurück in die Tonalität geht dazwischen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Habe mal wieder meine Freunde virtuell zum Hauskonzert eingeladen...



      "DUALITY"

      Haydn: Klaviertrio d-moll, Hob. XV:23
      Hosokawa: Klaviertrio
      Copland: "Vitebsk"
      Schumann: Klaviertrio Nr. 2 F-Dur, op. 80

      Oberon Trio:
      Henja Semmler (Violine), Antoaneta Emanuilova (Violoncello), Jonathan Aner (Klavier)

      Meine Einschätzung ist sicher sehr subjektiv, da ich die Musiker persönlicher gut kenne, aber ich finde es auf jeden Fall eine thematisch äußerst intelligente Zusammenstellung von Werken, die zudem furios gespielt werden.
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • Maurice schrieb:



      Ernst Toch : Sinfonien Nr.2 & 3

      Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

      Weiter geht es mit Ernst Toch. Heute die zwei folgenden Sinfonien. Mal schauen, wann dann die Nummer Vier dran ist. Ich kann das nur in Etappen hören. Tochs Musiksprache ist sehr vielseitig, man kann es stilistisch nicht packen, was ich sehr interessant finde. Es schwankt immer wieder zwischen tonalen und atonalen Passagen. Ich würde daher schon die Zweite Wiener Schule als Ausgangsbasis sehen, aber das würde Toch nicht gerecht werden, weil ER ja wieder zurück in die Tonalität geht dazwischen.
      Toch's Idiom entzieht sich der Einordnung.

      Toch komponiert nicht wie "xy" - er "tocht"
      authentisch - einem Stildiktat absolut abhold.

      Sein Touch ist originär.

      Er gestaltete seine symphonischen Entwürfe bekanntlich erst im hohen Alter und nach einer jahrelangen (kriegsbedingten) Schreibblockade.

      Dann allerdings geschah ihm eine Eruption von grosser Dringlichkeit und Unvergleichlichkeit.

      Seine Symphonien (und seine Streichquartette) gehören zu meinen wertvollsten Hörschätzen.

      Gruss aus Bern von Walter
    • Walter Heggendorn schrieb:

      Toch's Idiom entzieht sich der Einordnung.

      Toch komponiert nicht wie "xy" - er "tocht"
      authentisch - einem Stildiktat absolut abhold.

      Walter Heggendorn schrieb:

      Sein Touch ist originär.
      Genau so sehe ich es auch. Sehr eigenständig, immer wieder andere und überraschende Wendungen und Klangfarben. Das ist wirklich sehr modern, weit weg jeder Einengung auf bestimmte Stile und auch Komponisten. Ich bin äußerst positiv überrascht. Doch es ist auch keine Musik, die man sofort verinnerlicht. Man muss sie öfter hören, aber sie kommt an bei mir.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Noch eine Bruckner 1. Sinfonie, diesmal als download von

      abruckner.com/downloads/downloadofthemonth/december17/

      Ernest Bour mit SWR Live 1976

      Diese Version hat ganz exquisit realisierte Übergänge*, etwas, was (nicht nur) bei Bruckner zum Thema werden kann, wenn es nicht so ganz gelingt. Wenn es gelingt, merkt es unfairerweise fast niemand. Aber wenn es nicht gelingt, dann hinkt, ruckelt und zerfällt die Musik, was viele merken.
      Bei Haitink gibt es zb einen verpatzen Übergang im 2.Satz, nämlich ganz am Anfang an der Stelle, wo die Quintolen einsetzen. Bin mir nicht sicher, was da genau passiert ist. Irgendwas mit den Oboen . Bei Simone Young kann ich 2 Stellen zitieren, nämlich die letzten beiden Höhepunkte im 2. Satz, die ihr agogisch nicht ganz gelungen sind.

      Deshalb möchte ich die "Übergänge" hier bei Ernset Bour erwähnen, denn besonders im ersten Satz gibt es deshalb viele magische Momente und der 1. wie der 2. Satz erscheinen deshalb, wie man so schön sagt, wie aus einem Guss.
      Der 1. Satz ist aber ansonsten in jeder Beziehung ebenso herrlich. Und auch der 2. Satz fliesst wunderbar ungestört durch minefields of Triolen gegen Quintolen und andere rhythmische Hindernisse, die diesen Satz zäh erschienen lassen können, wenn sie zu sehr ausbuchstabiert werden. Hier ganz wunderbar realisiert.

      Leider fallen für meine Ohren der 3. und besonders der 4. Satz wegen der zu halligen Tonqualität etwas ab ....denn im Gegensatz zu anderen Aufnahmen geht die Durchsichtigkeit in den Tutti Stellen ein wenig verlustig. Es ist nicht durchgehend so, und ich weiss nicht, wieso es an manchen Stellen ok ist und an anderen nicht (Blech zu laut?) - aber besonders die Streicher leiden darunter etwas. Im 4. Satz ist aber gerade in den Streichern so viel los, dass ich dann den Überblick verliere (falls ich jemals einen hatte).


      * ich bin seit Schulorchestertagen eigentlich allergisch gegen dieses Wort, aber weiss kein besseres.
    • Dirigent schrieb:

      Hortense von Gelmini
      Da mir der Vorname Hortense noch nie untergekommen ist, habe ich mal gegoogelt, ob das ein Frauen- oder ein Männername ist; das Bild auf dem Cover ließ mir auch keine eindeutige Antwort zukommen. :versteck1:

      Naja, es gibt noch ein paar weitere Vornamen der Frau "Freifrau" "von" und "zu" und "zu". (Man verzeihe mir meine untertänigste Ignoranz.)

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Algabal schrieb:

      Diese:

      youtu.be/F7iLxLO8KVU

      Arnold Bax: Symphonie Nr. 6
      New Philharmonia Orchestra, Leitung: Norman del Mar

      :top:

      Adieu
      Algabal
      Von Baxens Sechster besitze ich eine Handvoll Einspielungen - von den anderen meist nur eine, die aus der edelgrünen Chandos-Box mit Vernon Handley - und diese ist für mich die beste! Von daher eine weitere Hand zum Abklatschen! Handleys Sechste kommt da leider am wenigsten heran, so wichtig und exzellent der Dirigent auch fast immer bei Einspielungen seiner Landsleute ist.

      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Von Baxens Sechster besitze ich eine Handvoll Einspielungen - von den anderen meist nur eine, die aus der edelgrünen Chandos-Box mit Vernon Handley - und diese ist für mich die beste! Von daher eine weitere Hand zum Abklatschen! Handleys Sechste kommt da leider am wenigsten heran, so wichtig und exzellent der Dirigent auch fast immer bei Einspielungen seiner Landsleute ist.
      Ich habe nur die unter David Lloyd-Jones und Handley, eventuell noch Bostock, das weiß ich gerade nicht. Damit kann ich ganz gut leben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      andréjo schrieb:

      Von Baxens Sechster besitze ich eine Handvoll Einspielungen - von den anderen meist nur eine, die aus der edelgrünen Chandos-Box mit Vernon Handley - und diese ist für mich die beste! Von daher eine weitere Hand zum Abklatschen! Handleys Sechste kommt da leider am wenigsten heran, so wichtig und exzellent der Dirigent auch fast immer bei Einspielungen seiner Landsleute ist.
      Ich habe nur die unter David Lloyd-Jones und Handley, eventuell noch Bostock, das weiß ich gerade nicht. Damit kann ich ganz gut leben.
      Wie sich's halt manchmal so ergibt. Sicher auch Schuld des oder der Internet-Foren. Zum Kennenlernen hatte ich überhaupt keine Probleme mit Handley bei der Sechsten. Lloyd-Jones und Bostock sind überdies völlig in Ordnung. Aber der besondere Kick bei Norman del Mar - meiner Erinnerung nach die letzte Anschaffung von den vier (oder doch fünf?) Alternativen - hat mich dann sehr überrascht. Und wie gesagt: Von der Nummer drei vielleicht einmal abgesehen, die ich deutlich länger kenne als die Nummer sechs und einst schon vom Rundfunk mitgeschnitten hatte (Edward Downes ist der Dirigent), bestand und besteht bei den anderen Sinfonien keinerlei Bedarf nach Alternativen - und meines Wissens ist mir auch keine entsprechende Empfehlung bislang besonders aufgefallen.

      :D Leben kann man sogar ganz ohne Bax ... aber es muss nicht sein ...

      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.


    • Tor Aulin : Vier Schwedische Tänze, Drei Tänze aus Gotland & Master Olaf

      WDR Rundfunkorchester Köln , Niklas Willén

      Zu später Stunde noch einmal eher Musik der "leichteren Art". Tor Aulin (1866-1914) wurde keine 50 Jahre alt und verstarb noch vor dem Ausbruch des 1.Weltkrieges. Bereits mit einem angeborenen Herzfehler aufgewachsen, bekam er noch rheumatische Probleme. 1912 wurde bei ihm eine unheilbare Proteinurie und musste in ein Sanatorium eingeliefert werden. Davon sollte er sich nie wieder erholen. Er musste das Geige spielen und dann auch das Dirigieren aufgeben. Er verstarb in einem Pflegeheim.

      Seine Musik finde ich dagegen wunderschön anzuhören. Herrliche Melodien, die vermutlich kaum jemand anhört, zumindest finde ich ihn im Grunde nicht in den Musikforen vor.

      Diese CD ist nicht mehr bei CPO gelistet, daher auch nur der Link zu Amazon.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • andréjo schrieb:

      Leben kann man sogar ganz ohne Bax ... aber es muss nicht sein ...
      Nein, das geht überhaupt nicht. Man kann ohne Fußball leben, aber nicht ohne die wunderschöne Musik von Sir Arnold Bax. <3
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • „...wenn das von Sebastian ist, so lass‘ ich mich hängen“ schrieb Mendelssohn 1838 über diese Lukas-Passion an seinen Freund Franz Hauser, der die von Bach verfasste Handschrift aus dem Nachlass von Wilhelm Friedemann Bach erworben hatte. Gut, dass er das nicht tun musste. Die Komposition stammt eventuell von Johann Melchior Molter und ist gut als Werk ihrer Zeit anzuhören. Eine Herausforderung oder eine zum imaginären Höhenkamm gehörende Komposition ist das indes nicht - nach meinem unmaßgeblichen Dafürhalten, versteht sich.



      (nicht von) Johann Sebastian Bach: Lukas-Passion BWV 246, Anh. II, 30

      Rufus Müller - Evangelist
      Stephan Schreckenberger - Jesus

      Mona Spägele - Sopran
      Christiane Iven - Alt
      Harry van Berne - Tenor
      Marcus Sandmann - Bass

      Alsfelder Vokalensemble
      Barockorchester Bremen
      Wolfgang Helbich

      :wink: Agravain
    • Gestern gehört:



      Leos Janacek, Katya Kabanova, Wiener Philharmoniker, Charles Mackerras

      Die Aufnahme ist zweifellos sehr gut. Zwei Sachen stören mich trotzdem:

      Die vielgelobte DECCA Tontechnik drückt die Stimmen für mein Empfinden zu sehr in den Hintergrund. Ich tue mich bei dieser Aufnahme schwer, den Text vom Libretto nachzuverfolgen, weil die Stimmen aufnahmetechnisch so weit weg sind und ich die Artikulation nicht gut höre.

      Der zweite Punkt der mich stört: Die Wiener Philharmoniker spielen mir fast zu üppig. Vielleicht wäre das mit einem tschechischen Orchester schärfer konturiert gelungen.

      Dennoch: die Aufnahme stellt die bedrückenden gesellschaftlichen Verhältnisse hervorragend dar. Elisabeth Söderström hat großartige Momente. Man kann die Details der Orchestrierung sehr gut hören. Insgesamt möchte ich die Aufnahme nicht missen.