STREAMING ALLGEMEIN - Mit dem Strom hören

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    • Moin,

      ich habe seit längerer Zeit "nur" Spotify. Das ist einerseits der Auswahl geschuldet, andererseits meiner mittlerweile umfangreichen Sammlung an Links.

      Zur Soundqualität: Mir reicht die MP3-320-Qualität, ich höre da keinen Unterschied mehr zur CD. Bei 10 kHz ist Schluss, um nur einen Aspekt zu nennen. Kommentar meines HNO-Arztes: "Für Ihr Alter haben Sie ein sehr gutes Gehör". :cincinbier:
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • Zu den bereits genannten solltest du dir auf jeden auch Spotify anschauen.
      Das Angebot ist hier schon recht umfangreich. Ich habe bisher eigentlich das allermeiste gefunden.
      Die Suche ist .... naja.... da braucht es manchmal schon ein bisschen "Einfühlungsvermögen".
      Zum Klang kann ich nicht viel sagen, da Spotify (max AAC 320kbit/s) bei meinen weiteren Audiokomponenten sicher nicht das limitierende Element ist :D

      Allerdings gibt es bei allen Streamingdiensten doch ein monatliche Kündigungsfrist. Warum dann nicht einfach mal einen Monat die drei Topdienste parallel benutzen/hören und vergleichen?
      Kostet auch nicht mehr als ein paar CDs.

      :wink:
    • Klassiknerd schrieb:

      Dann sollte der Klang natürlich nicht unter CD-Qualität liegen!
      Dann kommen meines Wissens nur Quobuz, Tidal und Deezer Hifi in Frage, zu denen ich aber sonst nichts schreiben kann, weil ich Spotify nutze. Mir reicht die Qualität dort aus, weil Musik aus Lautsprechern für mich sowieso nicht "echt" ist, egal ob ich die zweite Flöte eine Spur präsenter höre oder nicht.

      Klassiknerd schrieb:

      Kriterium ist für mich besonders ein möglichst breites Angebot an Aufnahmen.
      Da dürften mittlerweile alle großen Dienste genug bieten. Wichtiger finde ich deshalb eine brauchbare Suchfunktion, die auch feldübergreifend und schreibweisentolerant zu brauchbaren Ergebnissen führt. Wirklich überzeugend fand ich da bisher nichts. Man muss bei Spotify z.B. sowohl nach "Symphonie" als auch nach Sinfonie" und "Symphony" suchen, oder nach "Schostakowitsch" und "Shostakovich" usw.. Immerhin ist feldübergreifende Suche kein Problem. In der Ergebnisliste werden oft Namen von Komponisten, Interpreten, Orchestern oder Kammermusikensembles durcheinandergeworfen, oder sie fehlen ganz, und man kann sie höchstens mühsam mit der Bildschirmlupe aus dem Coverbild entziffern. Was mir bei Spotify gefällt (ich weiß nicht, ob es das inzwischen auch bei den o.g. Diensten gibt), ist die Möglichkeit, direkt aus der App Netzwerklautsprecher (z.B. Sonos) anzuspielen. Das hakt zwar manchmal etwas, weil nicht alle Lautsprecher sofort erkannt werden, ist aber an sich eine feine Sache. Einen Spezialdienst für Klassik (Idagio) würde ich persönlich nicht abonnieren, weil ich ab und zu auch mal Dave Brubeck, Reinhard Mey, Udo Jürgens oder Bill Ramsey ("Kennst Du die Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe?") höre :schaem1: .
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Klassiknerd schrieb:

      Einiges ist mir zum Thema bekannt:Qobuz gilt als Vorreiter in Sachen Klang, ebenso aber auch Tidal. Beide haben allerdings ein Problem mit der Suche.
      Qobuz liefert einige Titel in Qualität bis 192 kHz/24 Bit. Das ist aber die Ausnahme. Z. B. die Bruckner-Aufnahmen mit Andris Nelsons aus Leipzig sind damit zu hören.
      "Standard" ist bei HiRes 96 kHz und 24 Bit. Manchmal gibt es auch "nur" 48 kHz und 24 Bit, z. B. bei den meisten Bach-Aufnahmen Suzukis.

      Ist es das wert? Darüber streiten die Gelehrten. Es geht das Gerücht, dass die Anbieter bei HiRes einer audiophilere Abmischung zur Verfügung stellen. CD-Qualität wird i. d. R. so abgemischt, dass sie auch auf dem Ghetto-Blaster noch irgendwie akzeptabel klingt. - Mag also sein. dass meine Präferenz für HiRes entweder eingebildet ist oder auf einer anderen Abmischung beruht. Bei Qobuz lag der Unterschied im Monat seinerzeit bei € 5,- im Monat, das war's mir egal. - Ich sehe gerade, dass Qobuz nur noch HiRes-Angebote hat.

      CD-Qualität ist 44,1 kHz und 16 Bit.

      Die Suche funktioniert eigentlich ganz gut, eventuell muss man mit den Suchkriterien spielen. Muss man bei amazon oder YouTube aber auch.

      Was ich weniger angenehm finde, ist das Titel-Tagging. Manche Streams werden vorbildlich angezeigt, da hat jeder Track die Werkbezeichnung und Satzbezeichnung und und und.

      Es gibt aber auch Gesamtaufnahmen mit dem Tagging "Track 1, Track 2, Track 3, ...". Da muss ich dann am Urwaldfluss schauen, auf welcher CD das gewünschte Stück an welcher Nummer steht. Oder, wenn ich die CDs habe, ans Regal gehen und schauen. Bei einer GA von Beethoven-Klaviersonaten oder Mozart-Klavierkonzerten oder oder oder nervt das.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Klassiknerd schrieb:

      Dann gibt es wohl noch die Spezialisten wie Idagio mit aber wohl nur recht kleinem Katalog.
      Also klein finde ich den Katalog nun nicht, ich habe bisher selten etwas nicht gefunden. Und für meine Bedürfnisse ist der Klang auch völlig ausreichend. Ich nutze den streamer in erster Linie als Informationsquelle und für unterwegs. Letzteres z.Zt. natürlich kaum noch.
    • Wie Du lesen konntest, hat sich mir die gleiche Frage gestellt. Klangqualität ist mir ebenso wichtig, MP3s habe ich noch nie gemocht. Nach abschließender Befragung meiner Chefberaterin in diesen Dingen habe ich einen Monat Probe-Abo bei Quobuz gestartet und bin jetzt drei Wochen dabei. Für meinen Musik-Geschmack, eher Blues, Jazz & Klassik auf jeden Fall richtig und die Auswahl ist sowieso riesengroß. In jeder Hinsicht und überall ist da eher die Freizeit der limitierende Faktor.
      Quobuz hat noch MP3 zum Standardpreis von 10 EUR, aber die HI-RES sind im Vergleich zu früher gesunken und jetzt bei 15 EUR pro Monat, wenn man ein Jahres-Abo nimmt. Mit der Suche hatte ich bisher keine besonderen Probleme, benutze aber die App meines Streamer-Herstellers, dessen Gerät Quobuz-Zugang integriert hat.
      Generell muss ich gestehen, dass es mir viel Freude bereitet. Ich habe nie besonders viele Aufnahmen des gleichen Werks gesammelt, aber jetzt schon einige Lieblingswerke mal in anderen Aufnahmen gehört. Heute im Verlauf des Tages Brahms 3.Symphonie: Dabei Bernstein WPh aus dem Kopf verglichen mit, Wand von der Festplatte (Klasse!), Nelsons mit Bostonern (belanglos, abgebrochen) und eben Rattle, BPh (wunderbar, interessant). Noch besser ist es natürlich, dass ich jetzt schnell mal für mich ganz neue Sachen hören kann, für die ich hier Anregung finde (Danke an die Jazz-Ecke für das Julia Kadel Trio!). Zu irgendetwas muss ja auch dieses Forum gut sein. ;)

      Gruß, Frank
    • Kleine Anmerkung noch: Meine CD-Sammlung passt in 5 Ikea-Regale, also < 1000. Ich denke, dass ich mich hier damit eher im unteren Drittel befinde, was die Größe der Sammlung angeht. Jetzt ist das auf einer externen Festplatte (lossless copy) an dem Streamer. Also die Größe einer Zigarettenschachtel statt vieler Staubfänger. Ich vermute auch, dass die meisten hier immer noch mindestens 15 EUR pro Monat durchschnittlich für CDs ausgeben. Dafür bekommt man viel Angebot pro Monat im Streaming.
      Booklets können gut sein, aber genau hier lohnt sich oft der Blick in das vielleicht beste Feature des Forums: der Katalog. Interessiert in Info über h-moll Sonate von Liszt oder die Rosenkranzsonaten von Biber? Brilliante Beiträge von hervorragenden Forenten hier. Die tolle Serie aller Bach-Kantaten von MB? Da brauche ich kein Booklet mehr.
      Ich werde bestimmt 1/4- 1/3 der CDs behalten, da es wirklich schön Ausgaben sind. Die anderen werden bei befreundeten Händlern gegen Schallplatten getauscht. :)
    • Beryllo schrieb:

      Da brauche ich kein Booklet mehr.
      Ich habe ja auch alle meine CDs auf Festplatte gerippt und danach in den Keller verbannt (nicht nur aus Platz- und Bequemlichkeitsgründen – es klingt von Festplatte auch besser. Und weil Typografie und Layout mein Hobby ist, habe ich auch die oft unleserlich kleinen Booklet-Texte eingescannt und neu gesetzt, sodass ich sie beim Musikhören bequem auf dem Tablet als PDF lesen könnte. Ich muss aber zugeben, dass ich das so gut wie nie mache.
      Das ist mein größter Einwand gegen Musik, dass Österreicher darin exzelliert haben.
      (Arno Schmidt: Das steinerne Herz)
    • Welchen Streamingdienst würdet ihr einem Freund des Nischenrepertoires (Chandos, CPO, Hyperion, Naxos, BIS, etc.) empfehlen?
      Gibt es Erfahrungen mit Amazon HD?
      Wie häufig kommt es eurer Erfahrung nach vor, dass Aufnahmen wieder aus dem Katalog verschwinden?

      Danke für Input und viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • @Wieland und @Mauerblümchen:

      Herzlichen Dank für die Hinweise! :)
      Idagio finde ich interessant. Allerdings wären HiRes-Formate schon schön (selbst wenn ich vom klanglichen Zugewinn eigentlich nicht so überzeugt bin).
      Vor allem stört mich jedoch die Beschränkung auf klassische Musik, da ich eben ganz gerne auch andere Genres höre.

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
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    • Hueb' schrieb:

      Allerdings wären HiRes-Formate schon schön
      Lieber Hueb,

      danke für Deine Rückmeldung!

      Qobuz bietet HiRes-Formate.

      Und der Katalog beinhaltet auch Jazz, Pop-Charts und andere Genres. Wie gefüllt der Katalog da ist, kann ich nicht sinnvoll beurteilen, aber was ich bisher dort gesucht habe, habe ich auch gefunden.

      Viele Grüße
      MB

      :wink:
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    • Mauerblümchen schrieb:

      Qobuz bietet HiRes-Formate.
      Ja, danke. Hatte ich gesehen.

      Mauerblümchen schrieb:

      Wie gefüllt der Katalog da ist, kann ich nicht sinnvoll beurteilen, aber was ich bisher dort gesucht habe, habe ich auch gefunden.
      Meine Stichproben waren ebenfalls erfolgreich. Ich starte hier am Wochenende mal ein Probeabo, denke ich. Zunächst werde ich mich über den Laptop bedienen. Vielleicht bleibt es hardwareseitig auch dabei. In meinem Hörzimmer bietet ein eigener Streamer, bedient über Tablet oder Smartphone, tatsächlich kaum einen Zusatznutzen.

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
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    • Als alter Apple-Nutzer bin ich irgendwie bei Apple Music kleben geblieben. Und bin zufrieden. Ich bin immer wieder erstaunt, wie umfangreich das Angebot ist, auch wenn die Suche manchmal etwas absonderlich ist, manche Alben regelrecht versteckt sind.

      Als ich jetzt zu streamen begonnen habe, abonnierte ich umgehend Idagio. Aber ich stellte dann fest, dass vieles von dem, das ich hören will, auch bei Apple Music zu kriegen ist. Und anderes gibt es weder da noch dort. zB Mahler mit den BPhil. Da bedauerte ich, dass Apple nur manche Symphonien aus der Kassette anbietet. Aber bei Idagio war es dasselbe. Und die Kubelik-Meistersinger zB ebenso. Also habe ich Idagio wieder sein lassen. Ein echter Mehrgewinn sind dort mE vor allem Live-Aufnahmen beispielsweise mit den Wiener Philharmonikern, die gibt es andernorts denke ich nicht. Ob das reicht, muss man sehen.

      Wie sich HiRes-Formate über die Anlage auswirken, würde mich interessieren. Ich vermisse derzeit klanglich nichts, aber besser geht ja immer.