Foren für musikalische Dienstleistungen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Foren für musikalische Dienstleistungen?

      Leider fällt mir grad kein eleganterer Titel ein, daher kurz, worum es mir geht:

      Für eine private Geburtstagsfeier im Raum Frankfurt/Darmstadt im August werden 1-3 Instrumentalist/innen im klassischen Bereich gesucht, die Zeit und Lust haben, diesem Ereignis einen musikalischen Rahmen zu geben.

      Gibt es Foren oder andere Plattformen, an die wir uns mit diesem Anliegen wenden könnten?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Dank Euch beiden! Ja, Musikhochschulen sind ein guter Tip, und auch vioworld (mir noch nicht bekannt) könnte weiterhelfen.

      30-45 Minuten könnte passen. Übrigens voraussichtlich im Freien, ist ja auch coronamäßig unbedenklicher. ;)

      :wink: :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Ich habe zum Geburtstag meiner Mutter ( in einer deutschen Kleinstadt) einen Pianisten angeheuert, um mich auf der Klarinette zu begleiten. Zwei nicht zu lange Stücke. Er hatte sich vorab die Noten angeschaut, am Vortag haben wir eine knappe Stunde geprobt, am Tag nochmals kurz angespielt, und dann auf der Feier gespielt. Dafür hat er 200 Euro verlangt. Ich fand das in Ordnung.

      Hudebux
    • Der Tipp mit der Frankfurter Musikhochschule ist gut.

      Gurnemanz schrieb:

      Zu viel? Zu wenig? Ich kenne die Preise nicht.
      Eindeutig zu wenig. Die Musiker müssen anreisen, und zwar in der Regel vor den Gästen, um sich einrichten zu können. Bei Ensembles müssen sie vorher proben. Da vermutlich bestimmte Stücke bzw. Stile gewünscht werden, müssen sie eventuell neue Stücke einstudieren. An unserer Hochschule gibt es ein Merkblatt für die Studierenden, in dem zur Frage der Bezahlung steht:

      Musiker-Vermittlung HfM Detmold schrieb:

      Natürlich ist die Höhe der Gage immer abhängig von den Rahmenbedingungen:Wie lange soll gespielt werden? Fallen Fahrt- bzw. Transportkosten an? Wird bei einer privaten Feier, imAltenheim oder bei einer großen Firmenveranstaltung gespielt? Wie groß ist der Vorbereitungsaufwand?Als Richtlinie für eine durchschnittliche Mugge (z.B. musikalische Umrahmung mit 15-30 MinutenProgramm) gilt ein Honorar von ca. 150 – 200 € pro Musiker und Auftritt.
      Natürlich findet man fast immer auch Musiker, die froh sind, überhaupt Geld zu verdienen, und deshalb so ziemlich jedes Angebot annehmen. Wenn es meine Feier wäre, würde ich das aber nicht ausnutzen.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Man frage sich einfach, was der Klempner bekäme, wenn er in der Werkstatt etwa eine bis zwei Stunden Vorarbeit leisten müsste, dann eine Anfahrt und Rückfahrt hat und dann noch Warte- und Arbeitszeit vor Ort.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Dank auch an Euch! Ich denke, ein fairer Preis ist wichtig, und die Notlage von Künstlern auszunützen käme für mich nicht in Frage. Insofern bin ich für die Informationen der HfM Detmold ebenso dankbar wie für die Hinweise auf das, was ein Pianist berechnet bzw. ein Handwerker erwarten darf.

      :wink: :wink: :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Zu viel? Zu wenig? Ich kenne die Preise nicht.
      Ich hab den Ausführungen von Christian nichts hinzuzufügen.
      Und MBs Klempner-Beispiel sollte eigentlich jedem einleuchten.
      Obwohl... Da kommen dann die "Euch macht das doch Spaß" und "Wir geben Euch immerhin die Möglichkeit, aufzutreten" und "Aber Ihr kriegt doch ein Bier umsonst" - Argumente...
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • audiamus schrieb:

      Obwohl... Da kommen dann die "Euch macht das doch Spaß" und "Wir geben Euch immerhin die Möglichkeit, aufzutreten" und "Aber Ihr kriegt doch ein Bier umsonst" - Argumente...

      Hat diese Argumente bisher jemand gebracht? Habe ich was überlesen?

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • audiamus schrieb:

      Da kommen dann die "Euch macht das doch Spaß"
      ... äh, wir reden jetzt von Muggen oder wie ...?

      Die berühmte Sängerin wurde nach der Opernpremiere von einem der lokalen Mäzene zum Diner mit mehreren Geschäftspartnern eingeladen. Der Gönner fügte seiner Einladung hinzu, dass er es sehr begrüßen würde, wenn sie ihre große Arie noch einmal vortragen würde; er habe vorsorglich die Anwesenheit eines der Korrepetitoren des Hauses organisiert.

      Die Sängerin fragte, an welche Gage der Herr denn dächte. Dieser entgegnete, dass er davon ausginge, dass die Künstlerin das in diesem Falle doch mal kostenlos mache.

      "Diesen Unterschied, werter Herr", antwortete die Sängerin, "diesen Unterschied gibt es nur in der Liebe."

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Die berühmte Sängerin wurde nach der Opernpremiere von einem der lokalen Mäzene zum Diner mit mehreren Geschäftspartnern eingeladen. Der Gönner fügte seiner Einladung hinzu, dass er es sehr begrüßen würde, wenn sie ihre große Arie noch einmal vortragen würde; er habe vorsorglich die Anwesenheit eines der Korrepetitoren des Hauses organisiert.

      Die Sängerin fragte, an welche Gage der Herr denn dächte. Dieser entgegnete, dass er davon ausginge, dass die Künstlerin das in diesem Falle doch mal kostenlos mache.

      "Diesen Unterschied, werter Herr", antwortete die Sängerin, "diesen Unterschied gibt es nur in der Liebe,"

      Klaus Kinski wurde mal gefragt, warum er (anstelle eines Bösewichts) nicht mal z. B. einen romantischen Liebhaber spielen könne. Seine sinngemäße Antwort: "Ok, wieviel?" :D

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Ja, wir reden hier über Muggen. Und daß die anständig bezahlt werden sollten, ist für mich - und wie mir scheint, für alle, die sich hier bislang geäußert haben - selbstverständlich. Geiz ist nicht geil.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann