Der schnöde Mammon - Geld in der Musik

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    • Jean Sibelius: "Über Musik kann man nur mit Bankdirektoren sprechen. Musiker reden ja nur übers Geld ..."

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Quasimodo schrieb:

      Hans Fritz Beckmann/Peter Kreuder
      Ach so! :versteck1: ;(


      Spontan fällt mir noch die 6.Symphonie von Kurt Atterberg ein,
      da geht es zwar nicht musikalisch um das liebe Geld...aber der Komponist gewann den 1.Preis in einem hoch (für damalige Verhältnisse sogar sehr hoch) dotierten Wettbewerb (Schubert-Wettbewerb).
      Von dem Gewinn konnte er sich ein (teures) Auto kaufen....
      die Symphonie hat seit dieser Zeit den Beinamen "Dollar-Symphonie".


      ...und dann fällt mir noch Rigoletto ein, welcher einen Mörder dingt um den Herzog von Mantua meucheln zu lassen...was bekanntlich schlimm nach hinten los geht.


      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Gesungen hat's der Heesters schon, mit Marika Rökk (im Film "Hallo Janine").

      KALEVALA schrieb:

      und dann fällt mir noch Rigoletto ein, welcher einen Mörder dingt um den Herzog von Mantua meucheln zu lassen
      Ah, da warst Du schneller!

      Un uom che libera
      Per poco da un rivale

      ...

      Una metà s'anticipa,
      Il resto si dà poi

      ***

      Ein Mann, der einen für wenig Geld
      von einem Rivalen befreit,

      ...
      Eine Hälfte im voraus,
      den Rest gibt man hinterher.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Das Oboenkonzert von Richard Strauss verdanken wir dem üppigen Honorar von 1000 Dollar. Angeblich hat Strauss die "thousand dollar" als einleitendes und später immer wieder auftauchendes Motiv in Noten gesetzt. In dem entsprechenden Thread schrieb ich vor Jahren:

      Khampan schrieb:

      arundo donax schrieb:

      Aus dem simplen, in Sekunden wechselnden Eingangsmotiv der Celli erhebt sich nach zwei Takten die Oboe mit nahezu endlosen, bukolisch wirkenden Sechzentel-Girlanden.
      Zu diesem Eingangsmotiv wird folgender witziger Hintergrund überliefert:
      Strauss hatte eigentlich keine Lust mehr zu komponieren, die vom Auftraggeber gebotenen "thousand Dollar" sorgten dann aber doch dafür, zusammen mit dem Zureden von Frau Pauline, die Bedenken beiseitezulegen.
      Diesen Entscheidungsprozess hat Strauss im Beginn verewigt: "thousand Dollar?... thousand Dollar?..." - dann erst darf der Oboist zu seiner weit ausholenden Kantilene starten.
      (wurde mir von einem sehr bekannten Oboisten erzählt)
      Bei dem sehr bekannten Oboisten handelt es sich immerhin um Helmut Winschermann. Es könnte zwar eine urban legend sein, ist dem Komponisten aber auf jeden Fall zuzutrauen. Stutzig macht mich lediglich, dass man bei der Internetsuche nach der Geschichte außer bei Capriccio nicht fündig wird.

      :wink: Khampan
    • ist doch dauernd in´s Maxim gegangen, war bestimmt auch nicht ganz billig :)



      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
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      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Hm ... beim Thema "Geld" wird' s ja schnell politisch, daher habe ich kurz gezögert, ob ich die Songs, die mir spontan einfielen, posten soll.
      Ich wage es dennoch ... :versteck1:

      Konstantin Wecker:

      "Die Gedanken sind frei":

      ..."Die Gedanken sind frei,
      solang sie nicht stören,
      doch auf Verderb und Gedeih
      weißt du, wem sie gehören.
      Monsanto und Banken
      und den Öllieferanten,
      den Algorithmen von Google,
      besser gib dir die Kugel,
      dann ist alles vorbei -
      die Gedanken waren frei.



      "Ballade vom Puff, das Freiheit heißt":

      ..."Kommen Sie in das Puff, das Zukunft heißt
      und Wachstum, Profit und Ordnung!
      Wenn Sie auch einer sind, der aufs Weiterleben pfeift,
      dann sollten Sie das sofort tun.
      Wir bieten Ihnen Wohlstand und Sicherheit
      und unverwundbare Seelen.
      Sie geben Ihr Hirn am Eingang ab
      und brauchen sich nie mehr zu quälen ...
      .“


      "Der Waffenhändler-Tango":

      Eigentlich der gesamte (großartige) Text:

      wecker.de/de/musik/album/45-va…Waffenhaendler-Tango.html

      ... "beim Krieg gehts immer nur ums Geldverdienen.
      Und unsre Freiheit ist, auch dieses Lied beweist es,
      nur die des Marktes, nicht mehr die des Geistes
      ". …


      "Absurdistan":

      Auch hier geht' s eigentlich nur ums Geld:

      ..."Will auch dabei sein im Karussell
      der Reichen und Klugen und Schönen,
      und dann lass´ ich mich von den Medien loben
      und von meinem Konto verwöhnen
      ." ...

      wecker.de/de/musik/item/336-Absurdistan.html



      Blumfeld:

      "Die Diktatur der Angepassten":

      ... "das Geld vibriert und auf den Genchips
      diktiert ein freier Markt das Leben
      Leben, Leben, Leben
      die Medien helfen ihnen beim Dummsein
      ein starker Staat hilft ihnen beim Stummsein
      die Leute wollen unter sich sein
      und gehen dafür über Leichen
      “ …


      "Armer Irrer":

      ... "Einsam geht er seiner Wege, armer Irrer, schlechter Held
      Unter Brücken, auf der Trebe, wertlos in der Warenwelt
      Wegen ihm wird niemand weinen, armer Irrer, der er ist
      Zieht er weiter im Geheimen, wenn er nicht gestorben ist
      ."


      Dies so spontan ...
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Vor langer, langer, langer Zeit hörte man immer wieder Leo Leandros mit dem Schlager "100.000 Cruzeiros" ("100.000 Cruzeiros wünsch' ich mir in dieser Nacht / 100.000 Cruzeiros, dann wird Hochzeit gemacht"). Hoffentlich habe ich den Text noch richtig in Erinnerung...
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Einfach gesagt (gesungen):

      "Es beherrscht der Obolus
      seit jeher unseren Globulus.
      Mit anderen Worten: Der Planet
      sich primär um das eine dreht!

      ......."

      EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung)---Geld oder Leben



      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Zigeunerbaron....Von des Tajo Strand.....fremder Held, grüß dich Gott, Uhr und Geld grüß dich Gott.... pardautz, der Kautz, da liegt er mäuserlstad, ich find geschwind das Kleingeld, das er hat.....

      Czipra, Saffi ...doch mehr als Gold und Geld....
      viele Grüße von musica
    • lothar schrieb:

      Atterbergs 6. Sinfonie trägt bekanntlich den Beinamen "Dollarsinfonie".
      genau! ;)

      KALEVALA schrieb:

      Spontan fällt mir noch die 6.Symphonie von Kurt Atterberg ein,
      da geht es zwar nicht musikalisch um das liebe Geld...aber der Komponist gewann den 1.Preis in einem hoch (für damalige Verhältnisse sogar sehr hoch) dotierten Wettbewerb (Schubert-Wettbewerb).
      Von dem Gewinn konnte er sich ein (teures) Auto kaufen....
      die Symphonie hat seit dieser Zeit den Beinamen "Dollar-Symphonie".


      ...und dann gibt es da noch Papa Haydn und seine "Protest"-Symphonie Nr.45, besser bekannt als
      "Abschiedssymphonie"...da zahlte der Arbeitgeber Fürst Esterhazy für die damalige Saison seinen Musikern lieber mehr Geld, damit er sich deren Familienanhang vom Halse halten konnte. :D



      Herzliche Grüße:
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      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Alban Berg - Wozzeck, Erster Akt, Erste Szene, Air:

      Wozzeck:
      „Wir arme Leut! Sehn Sie, Herr Hauptmann, Geld, Geld! Wer kein Geld hat! Da setz‘ einmal Seinesgleichen auf die moralische Art in die Welt! Man hat auch sein Fleisch und Blut! Ja, wenn ich ein Herr wär‘, und hätt‘ einen Hut und eine Uhr und ein Augenglas und könnt vornehm reden, ich wollte schon tugendhaft sein! Es muß was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl! Unsereins ist doch einmal unselig in dieser und der anderen Welt! Ich glaub‘, wenn wir in den Himmel kämen, so müßten wir donnern helfen!“

      Erster Akt, Vierte Szene, Passacaglia mit Variationen, 13. bis 18. Variation:

      Doktor
      „Wozzeck, Er kommt ins Narrenhaus. Er hat eine schöne fixe Idee, eine köstliche aberratio mentalis partialis, zweite Spezies! Sehr schön ausgebildet! Wozzeck, Er kriegt noch mehr Zulage! Tut er noch alles wie sonst? Rasiert seinen Hauptmann? Fängt fleißig Molche? Ißt seine Bohnen?

      Wozzeck
      Immer ordentlich, Herr Doktor; denn das Menagegeld kriegt das Weib: Darum tu‘ ich‘s ja!

      Doktor
      Er ist ein int‘ressanter Fall, halt‘ er sich nur brav! Wozzeck, Er kriegt noch einen Groschen mehr Zulage. Was muß er aber tun? Was muß er tun? Was?

      Wozzeck
      Ach, Marie! Marie! Ach!“
    • Zu dem Thema ("Geld und Musik") gab es vor einem halben Jahr eine musikwissenschaftliche Tagung, zu der sicher auch ein Tagungsband erscheinen wird. Das Programm enthält bestimmt ein paar Impulse für diesen Thread:
      klangdesgeldes.de/klang-des-geldes-das-symposium/programm/
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde