Komponisten - Im Kommen oder auf dem absteigenden Ast

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    • Komponisten - Im Kommen oder auf dem absteigenden Ast

      Liebe Freunde der klassischen Musik.

      Ich habe allergrößten Respekt vor den vielen wunderbaren Menschen, die es mir möglich machen, Tag und Nacht meine geliebte Musik zu hören, damit meine ich Musiker wie Komponisten. Bei den Letzteren ist es nun aber so, dass ihre Popularität wechselhaft ist, und zwar ganz unabhängig davon, ob sie das verdient haben. Ein Beispiel: Ich sah gerade eine neue CD mit Musik von Prokofiev und wunderte mich spontan, dass das aktuell noch aufgenommen wird. Ein blöder Gedanke, denn Prokofiev schrieb eine riesige Menge großartigster Werke. Dennoch würde ich sagen: Seine Musik ist auf dem absteigenden Ast (so kam ich auf die Idee zu diesem Thread).

      Das ist höchst subjektiv und womöglich ungerecht, bringt mich aber dazu, euch einzuladen, mit mir darüber zu sprechen, wie es sich denn verhält mit den Zukunftsaussichten unserer Komponisten.

      Beginnen wir also mit Prokofiev: Ist er auf dem absteigenden Ast? Wer mag, kann das anhand einer Skala von 1 bis 10 ausmachen. 5 wäre eine gleichbleibende Popularität, 10 eine galaktische Steigerung, 1 ein rapider Interesse-Verlust. Mir geht es nicht um Aufführungszahlen, die wir zusammentragen könnten, ich weiß, oder Veröffentlichungszahlen, sondern um euer wie mein spontanes Empfinden. Begründungen sind willkommen, können aber auch ausbleiben. Ich schreibe erst einmal nur aus dem Bauch heraus:

      Prokofiev würde ich eine 4 geben. Und ihr?
    • Oh - ich kann Prokoviev nicht ausstehen. Bei Romeo & Juliet wird mir übel (Berufsschaden). Wenn Prokoviev auf dem Programm steht, geh ich nicht hin.
      Ich geb ihm eine 0.
      Ob er generell an Popularität verloren hat, kann ich nicht sagen . In Covent Garden ist das Ballett sehr oft dran und immer ziemlich gut besucht. Liegt natürlich nicht nur an der Musik. Meine Kollegen mochten die Dienste mehr als Tchaik Ballette, bei mir war es andersherum.
    • Prokofjew? Schwierig. DIe erste und fünfte Sinfonie, die Klavierkonzerte Nr. 1 und Nr. 3 sowie Romeo und Julia und die drei Kriegssonaten für Klavier waren wohl immer einigermaßen populär, dazu ein paar Showpieces wie die Etüde op. 2 Nr. 3. Vielleicht noch das erste Violinkonzert.

      Die anderen Sinfonien beginnt man eventuell erst gerade zu entdecken. Das Klavierkonzert Nr. 2 hat schon früher einen Aufschwung genommen und ist eventuell kurz vor seinem Zenit.

      Andere Werke haben vielleicht ihren Aufschwung noch vor sich, wie "Der feurige Engel" oder die Werke für Cello und Orchester.

      Insofern kann ich keine eindeutige Zahl vergeben ... "Sinfonie classique" = 3, KK2 = 7?

      Vielleicht liege ich auch völlig falsch ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Knulp schrieb:

      Prokofiev würde ich eine 4 geben. Und ihr?
      Prokofjew und seine meisten Werke sind Klassiker der modernen Musik.
      Ich liebe seine Musik bis auf ganz wenige Ausnahmen.

      Auch seine Quartette sind sehr wertvoll wie überhaupt seine Kammermusik.
      Seine zwei Cellokonzerte op.58 und op.125 stehen schon sehr lange im Fokus.
      Mittlerweile das "häßliche Entlein" op.58 auch wieder wesentlich mehr,das war mal anders.
      Op.125 ist mittlerweile Standard für jeden jungen Cellisten,das war vor 30 Jahren auch noch ganz anders.

      Seine 5 Klavierkonzerte,vor allem Nr.2,Nr.4 und Nr.5 ,welche lange ein Nebengleisschicksal hatten, werden nun regelmäßig aufgeführt.

      Einige seiner Sinfonien sind eh Standardrepertoire,Nr.1,Nr.5 und auch Nr.7.
      Die zwei Violinkonzerte sowieso,wobei das erste seit längerem auch wieder viel mehr beachtet wird.

      Auch seine Cellosonate ist Standardrep......
      Ich könnte so weitermachen bis zum St.Nimmerleinstag,lasse es aber,da ich besseres zu tun habe.

      Jedenfalls kann ich kein Erlahmen an Interesse gegenüber diesem wunderbaren Komponisten erkennen.
      Nicht mal ansatzweise.
      Eine Benotung spare ich mir, denn solch etwas mag ich nicht und finde es zudem überflüssig.

      Es gab alleine in den letzten Jahren dermaßen viele Aufführungen und Aufnahmen seiner Werke,auch der Kantaten etc. pp. ,
      dass ich die Fragestellung nicht wirklich kapiere.
      Und auch leider überflüssig finde,tut mir leid.

      Sorry, aber DAS benote ich nicht.
      Ich würde die Fragestellung benoten,aber ich möchte keinen Ärger. ;)
    • Prokofjew auf dem absteigenden Ast? Sehe ich nicht, im Gegenteil. Michael hat ja schon einige Werke genannt, die durchaus gespielt werden und das mit Recht. Ich schätze Prokofjew.

      Zum Komponisten allgemein gibts übrigens auch dieses:

      Sergei Prokofjew - zu wenig geschätzt?

      ;)
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Geht es hier nicht um etwas anderes?

      Also, was mich und meine Wahrnehmung des Geschehens um mich herum betrifft, würde ich Prokofjew einfach mal ne solide 5 verpassen. Ich würde ihm mehr wünschen.

      Wie schätzt ihr Korngold ein? Ich meine, es gab eine starke Phase bis vor etwa fünf Jahren, und nun ist da eher eine 3 zu vergeben.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Ach ja, und der aufsteigende Ast wird meiner Wahrnehmung nach von Haydn bestiegen (endlich!) und von einigen lange bekannten, aber unterrepräsentierten Meistern: Gade, Petterson-Berger, Svendsen...
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Es geht, so ich den Thread richtig verstehe, ja nicht um persönliche Sympathien/Antipathien gegenüber gewissen Komponisten, sondern darum, welche Komponisten derzeit en vogue sind und welche nicht.

      Zu Prokofjevs Präsenz am Musikmarkt kann ich eher wenig sagen, ich mag seine Musik, von mir aus könnte es in Wien mehr sein und vor allem mal Abwechslung (nicht immer die 5., vielleicht mal die 4...?). Bei Bruckner kann man die 4. und 7. dauernd hören, die anderen schon (deutlich) seltener.

      Früher gehören Freischütz, Verkaufte Braut, ... zu DEN Einstiegsopern, mittlerweile ist die deutsche Spieloper so gut wie tot, dafür werden allenthalten irgendwelche Barock- und Belcantowerke ausgegraben. Die Gründe dafür kenne ich nicht; vielleicht ist die deutsche Spieloper für das Publikum der Gegenwart nicht so leicht fassbar, oder/und es hängt damit zusammen, dass die Opernsprache Deutsch seltener wird (weil die Unsitte, alles in Originalsprache zu spielen, immer mehr zunimmt – auch wenn man damit größere Barrieren zwischen Bühne und Publikum aufbaut, aber das ist den Verantwortlichen herzlich egal).

      Ansonsten ist im 2020er-Jahr Beethoven natürlich kräftig am Kommen (250. Geburtstag). Und das finde ich schlecht – nicht weil ich per se etwas gegen Beethoven hätte, aber wo war das große Britten-Jahr 2013 (100. Geburtstag)? Wo war das Joseph-Marx-Jahr 2014 (50. Todestag)? Wo war das Berlioz-Jahr 2019 (150. Todestag)? Wo war das Busoni-Jahr 2016 (150. Geburtstag)? Wo war das Martinů-Jahr 2015 (125. Geburtstag)? Ganz zu schweigen vom Hans-Pfitzner-Jahr 2019 (150. Geburtstag)!
      Den 250. Geburtstag zum Anlass zu nehmen, um landauf landab Beethoven noch extensiver zu spielen, als man ihn ohnehin spielt, finde ich ziemlich dämlich. Wie einfallslos. Da gäbe es seltener gespieltes Repertoire zu entdecken!!
    • Alberich schrieb:

      Wie schätzt ihr Korngold ein? Ich meine, es gab eine starke Phase bis vor etwa fünf Jahren, und nun ist da eher eine 3 zu vergeben.
      Nene ;) Nicht mit mir bei DIESEM Thema.
      Und eine 3 ist natürlich völlig falsch,sorry.
      Da sind wohl so einige sehr wichtige Neuproduktionen und CD-Veröffentlichungen verschlafen worden.

      Diesen Benotungsansatz finde ich völlig zum Kotzen btw.
      Ich sagte es aber schon.
      Im übrigen vergebe ich jetzt auf alle Antworten auf einer Skala von 0-10 eine Note.

      Sadko und Wolfram bekommen eine 10.
      Alberich eine 3-
      Gurnemanz eine 5

      Und über den Rest spreche ich nicht.
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Da sind wohl so einige sehr wichtige Neuproduktionen und CD-Veröffentlichungen verschlafen worden.
      Hallo Michael! Da frag ich gleich mal nach: Welche Neuproduktionen meinst Du?

      Die Wiener Volksoper hatte 2017 drei konzertante Aufführungen von Korngolds Heliane, ebenso das Theater Lübeck 2019. 2018/19 gab es an der Komischen Oper Berlin eine Tote Stadt von Robert Carsen (ich war dort). Im Konzertsaal taucht er auch hin und wieder auf (2018/19 habe ich in Wien u.a. das Violinkonzert und die Sinfonietta gehört), jedenfalls in Wien. Eine große allgemeine Korngold-Begeisterung kann ich persönlich aber nicht entdecken (wundert mich eigentlich; ich finde, dass Korngold recht "massentauglich" sein könnte), auch wenn er jetzt klar häufiger gespielt wird als noch vor 10 Jahren (2012 sind einige meiner Wiener Opernfreunde/-bekannte nach Brno/Brünn gefahren, weil dort Korngolds Heliane gespielt wurde).

      Was CDs betrifft, bin ich nicht auf dem Laufenden.
    • Sadko schrieb:

      Hallo Michael! Da frag ich gleich mal nach: Welche Neuproduktionen meinst Du?
      Da gibt es einige sehr wichtige und auch überragende betreffend Violanta und Wunder der Heliane auf DVD.
      Eigentlich nicht zu übersehen, und wirkliche Knüller.
      Was die Regie und die musikalische Seite angeht.

      Hier ein Ausschnitt aus Berlin von der "Heliane":
      youtube.com/watch?v=OozHI61s0r8&ab_channel=NaxosMusic


      Was die Sinfonie angeht,da gibt es eine überragend tolle neue Chandos CD
      mit John Wilson und seiner wieder neu gegründeten "Sinfonia of London".

      Sensationell!!!

      Und das war nur ein kurzer Überblick über die "Vor Corona Zeit" des letzten Jahres.
      Schaue doch selber mal, Google hilft.

      Weitere links ein anderes mal, aber ich muß das doch nicht alles auf einem Tablett servieren.
      Diese Zeiten sollten mal vorbei sein.
    • Auch ich habe nicht das Gefühl, daß Prokofjew derzeit in Gefahr ist, zu sehr an Beliebtheit zu verlieren. Er war ja auch nie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wirklich im Mittelpunkt. Rein subjektiv möchte ich auch "Romeo und Julia" nicht missen. "Peter und der Wolf" kennen die Kinder nach wie vor sowieso.

      Korngold hat nach meiner Meinung seine Aufstiegsphase hinter sich und hält sich jetzt gleichmäßig.

      Sehr im Kommen sind seit einiger Zeit und noch immer Telemann, Johann Christian Bach und Philipp Emanuel Bach.

      Von der Aufmerksamkeitswelle bisher nicht oder kaum erfaßt scheinen mir Hummel und Dittersdorf zu sein - leider!

      Im Abstieg bedauerlicherweise: Lortzing. Natürlich wird er kaum je vergessen sein, aber im Vergleich zu früher, naja... Ähnlich ist das bei Flotow.
      Bei Weber hingegen hat die Aufmerksamkeit eher sogar zugenommen.
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Knulp schrieb:

      Das ist höchst subjektiv und womöglich ungerecht, bringt mich aber dazu, euch einzuladen, mit mir darüber zu sprechen, wie es sich denn verhält mit den Zukunftsaussichten unserer Komponisten.
      es kommt Mega-Frustration hoch, wenn meine Lauscherchen geile Notenquälereien von z.B von Emmanuel Nunes (1941 - 2012), Karl Schiske (1926 - 1969), Rene Leibowitz (1913-1972), der praktisch bloß als Orchesterquäler präsent ist, Gottfried Michael Koenig, Klebe (aus den 50zigern) oder Charles Wuorinen (1938 - 2020) auf Schirm haben, weil kaum bis gar nicht aufgeführt.. . Liste höchst erweiterbar.... Dallapiccolas Ulisse, Kreneks Sardakai, Dessaus Leonce + Lena vergessene Meister-Mucke...
      .... fetzige Cagerei, in Gestalt neuer Wiedergaben von z.B. Etudes australes (die hätt ich sehr gerne mal von Alfred Brendel mir reingezogen) , Klavierkonzert, Atlas Eclipticalis bloß tote Hose... keine Einspielungen der Quartette Nr. 7 + 8 von Egon Wellesz verfügbar und selbst Schönbergs Von heute auf morgen wurde/wird extrem selten gespielt.. :( :( :( :( :( :( :( :( :( :( :(
      .. wenigstens werden - quasi aktuelle - Fetzigkeiten z.B. Helmut Lachenmanns, Rebecca Sauders, Mark Andres und Chaya Czernowins vergleichsweise nicht dermaßen totalst untergebuttert..
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Vielleicht mag Lesen der Threaderöffnung dem einen oder anderen helfen, seine Emotionen zu strukturieren:

      Knulp schrieb:

      Beginnen wir also mit Prokofiev: Ist er auf dem absteigenden Ast? Wer mag, kann das anhand einer Skala von 1 bis 10 ausmachen. 5 wäre eine gleichbleibende Popularität, 10 eine galaktische Steigerung, 1 ein rapider Interesse-Verlust. Mir geht es nicht um Aufführungszahlen, die wir zusammentragen könnten, ich weiß, oder Veröffentlichungszahlen, sondern um euer wie mein spontanes Empfinden.
      Ist nur ein Versuch.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Da gibt es einige sehr wichtige und auch überragende betreffend Violanta und Wunder der Heliane auf DVD.
      Stimmt, die Berliner Heliane hätte ich natürlich nicht vergessen dürfen, die Produktion hat tatsächlich für positives Aufsehen gesorgt! (ich habe sie leider verpasst [Berlin ist ja nicht um die Ecke von Wien], aber es hat geheißen, dass sie nochmals kommt - wie das durch Corona ist, weiß niemand)

      Danke für Deine anderen Infos (und den Link, habe ich angehört)!
    • Lieber Michael, du ärgerst dich ohne Grund, finde ich. Ich selbst mag Prokofiev ebenfalls sehr gern. Seine Tonsprache liegt mir. Wenn ich aber zum Beispiel in unseren Eben gehört Thread schaue, muss ich lange suche, um dort Prokofiev zu finden. Meiner Einschätzung nach würde auch beispielsweise ein Saisonöffnungskonzert heute weniger wahrscheinlich als früher mit einer Profofiev-Sinfonie beginnen. Wann zuletzt eine Prokofiev-Oper in Hamburg lief, weiß ich nicht. Ich gucke auch nicht nach, evtl. ist sogar eine im Programm und straft meine Worte lügen. Mein Musik-Planet ist aber klein und ich fragte mich eben, wie ihr anderen das seht.

      Nicht im Geringsten, dass sei nochmals klar gesagt, möchte ich einen Komponisten mit einer kurzen schlechten Schulnote abstrafen. Es geht mir eben gar nicht um die Bewertung des Komponisten, sondern um dessen Popularität. Wird er gespielt? Mehr als früher? Weniger als früher? Wird er geschätzt, gar geliebt?

      Hindemith ist ein Beispiel für jemanden, der in früheren Jahrzehnten populärer war als heute. Mit seinem Rang als Komponisten hat das nichts zu tun. Oder Richard Strauss. Auch von ihm würde ich sagen, dass er in Sachen Populariät seine besten Zeiten hinter sich hat.

      Es mag den Liebhaber bestimmter Komponisten stören, wenn andere meinen, eben dieser Komponist wird ohne Begründung als auf dem absteigenden Ast angesehen.

      Gerade deine Worte, lieber Michael, waren es allerdings, die mich auch motiviert haben, das so zu schreiben. Ich denke, dieser Thread ist gut geeignet, einfach mal miteinander zu sprechen, ohne direkt irgendwelche abschreckenden Ansprüche zu erfüllen, um im besten Sinne ins Plaudern zu kommen. Nur deshalb auch die Skala von 1 bis 10. Sie erleichtert schlicht das Mitmachen.

      Ein Komponist, der im Kommen ist, scheint mir übrigens Vasks zu sein, um etwas Positives beizusteuern. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, für diejenigen, die meinen Vorschlag kritisch ansehen. Postet doch einfach, wer im Kommen ist und alle freuen sich.

      @Amfortas: War die sogenannten Neue Musik jemals aus dem Nischen-Dasein herausgetreten? Schönbert ist eine leuchtende Figur. Er atmete deutlich auf einem anderen Planeten. Aber jemand wie Saunders? Würde mich freuen, wenn sie und ihre Zeitgenossen im Kommen wären. Ich glaube nicht dran (nicht mal zu Hause kann ich mich durchsetzen. "So was kannst du spielen, wenn du allein zu Hause bist.").

      Waldi schrieb:

      Sehr im Kommen sind seit einiger Zeit und noch immer Telemann, Johann Christian Bach und Philipp Emanuel Bach
      Ja! Großartig! Gerade C. P. E. Bach erlebt einen starken Aufschwung, finde auch ich. Bei Telemann dauert das schon länger. Johann Christan dürfte noch immer in erster Linie ein Bach-Sohn sein, oder?

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Was die Sinfonie angeht,da gibt es eine überragend tolle neue Chandos CD
      mit John Wilson und seiner wieder neu gegründeten "Sinfonia of London"
      Die habe ich schon gehört. Gefiel mir richtig gut.