Rachmaninow Rhapsodie über ein Thema von Paganini Op. 43

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    • Danke fürs aufklären!
      Ich sah sie in Gedanken schon in Arbeitskleidung: Strumpfhosen und eine fesche Mütze :thumbsup:

      Ich bin ja nun nicht der Klavierspezialist, aber beim Hören von Herrn Rösel fiel mir auf, wie unbeteiligt quasi er z.B. die 12. Variation ( ich meine den 12.teil von 32) spielt und wie viel nuancenreicher, gefühlvoller Kapell, Ashkenazy, Katchen und Fleisher (die habe ich zum Vergleich gehört) zu Werke gehen. Ich gehe Variation für Variation durch, hier fiel es mir besonders zuerst auf. Meister Köhn wird sicherlich mehr dazu schreiben können(wollen)?
      Dass Sanderling gut begleitet: geschenkt, der Pianist macht den Unterschied.
      Gruß aus Kiel
      Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)
    • Doc Stänker schrieb:

      aber beim Hören von Herrn Rösel fiel mir auf, wie unbeteiligt quasi er z.B. die 12. Variation spielt und wie viel nuancenreicher, gefühlvoller Kapell, Ashkenazy, Katchen und Fleisher (die habe ich zum Vergleich gehört) zu Werke gehen
      falls Du Lust hast, gestern habe ich dazu was im Klavier Thread geschrieben - es ging um Rösel und Kissin im Vergleich, aber bei Brahms Paganini Variationen.
    • Witzig!
      Ich lese es gerade und stelle fest, dass Christian Köhn auf genau dieselbe Variation kam.
      Nur mit dem "winzigen" Unterschied, das er Brahms meinte und ich Rachmaninoff
      Das wusste ich nicht, Ehrlich!
      Dann habe ich meine Ohren ja doch gut gewaschen.
      Gruß aus Kiel
      Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)
    • Also die eingangs eingestellte Aufnahme von den Variationen wäre mir ehrlichgesagt auch nicht aufgefallen ! Das klingt schon sehr einfallslos runtergespielt.

      Ich mag die Paganini-Variationen eigentlich auch sehr gerne. Ich habe mir damals diese Aufnahme hier zugelegt

      "https://www.amazon.de/Rachmaninov-Piano-Concertos-Rhapsody-Paganini/dp/B013K3XWAI"


      und stelle gerade wieder fest, wie toll Rachmaninov eigentlich ist ! Eine nähere Beschäftigung lohnt auf jeden Fall !

      VG

      Palisander
    • Earl Wild / Jascha Horenstein

      Als Earl Wild - Fan bin ich noch vor Ashkenazy (Decca) von Wilds atemberaubenden Interpretation mehr als angetan. Und was Horenstein an orchestraler Finesse bietet ist ebenfalls erste Klasse.
      :thumbup: Die Spielzeit bei Wild = 20:33

      Die ReadersDigest-Aufnahme von 1965 gibt es in mehreren Kopplungen (auch als GA der KK) auf Chesky und Chandos.
      :alte1: Micheal Schlechtriem hatte mich vor Jahren korrigiert, dass dies keine Chesky-Aufnahme ist, sondern in Lizenz von ReadersDigest übernommen wurde.
      Ich habe diese Ausgabe auf dieser feinen favorisierten Chandos - CD:


      Chandos, 1965, ADD



      Anspielend auf Beitrag 3:
      :humor1: Das ist keine Schrebergartenversion !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Neu

      Jeremy Nicholas hat in "Gramophone" (Ausgabe Juni 2020) einen großangelegten Vergleich der Aufnahmen von Rachmaninows Paganini-Rhapsodie veröffentlicht, angefangen von Rachmaninow/Stokowski aus dem Jahr 1934 bis hin zu Anna Fedorova/Modestas Pitrenas aus dem Jahr 2019. Als "Top Choice" unter all den - wie er behauptet - 400 Einspielungen des Werks bezeichnet er die Aufnahme von Yuja Wang und Claudio Abbado. Zu dieser Aufnahme schreibt er:

      Jeremy Nicholas schrieb:

      But the recording that comes closer than anyone to getting all 24 variations right with equal consistency, discernment, accuracy and conviction, with suave, pinpoint orchestral accompaniment, with near-ideal recorded balance in a natural acoustic and with a simply sensational soloist is the one with Yuja Wang, the Mahler Chamber Orchestra and Claudio Abbado. At every point in the score where others fall short, you are left amazed at the way she and her conductor clear each hurdle and with such profound musicality: the pacing of the first ‘Dies irae’ variation, the phrasing of the scherzando (Wang has few equals here) and D flat variations, the electrifying ‘crème de menthe’, the gleeful glissando and final two bars – it’s all there, razor-sharp, impish and unerringly capturing the spirit of the composer. It’s a score that suits Yuja Wang to a T – T here standing for ‘technique’. And, as Nijinsky said, technique is freedom. Rachmaninov and Paganini would surely have been delighted.

      TOP CHOICE


      Yuja Wang; Mahler CO / Abbado
      (DG)

      To quote my original review, ‘The technical demands of the Rhapsody (Var 24 for example) hold no terrors for [Yuja Wang], of course, and her trademark impetuosity, which she injects into the bravura variations, is thrilling. But, more importantly, she is also an artist with that unteachable ability to tug at the emotions without recourse to sentimentality, as her playing of the famous Var 18 beautifully illustrates.’
      Quelle: gramophone.co.uk/features/arti…de-to-the-best-recordings
    • Neu

      Sehr interessant. Mir war die Aufnahme zwar als sehr gut, aber nicht unbedingt herausragend gut aufgefallen. Ich hatte sie vor wenigen Wochen nochmal gehört und in "Eben gehört" keinen weiteren Kommentar dazu geschrieben, wohl weil ich ein wenig ratlos war. Eben habe ich sie noch zweimal gehört, und auch nochmal geschaut, wie mein Kommentar war, als ich die CD kaufte (Juli 2015):

      maticus schrieb:

      Bei der [...CD] mit Abbado und dem Mahler Chamber Orchester, finde ich Rachmaninows Zweites angenehm "leicht", nicht so "schwer-schwülstig", wie ich es früher häufig empfunden habe. Ein bischen ähnlich empfinde ich es bei den Paganini-Variationen. Allerdings könnte hier für meinen Geschmack an manchen Stellen mehr Spannung aufkommen. Etwa in Variation 17. Auch bei der anschließenden, schönen Variation 18 fehlt mir etwas Tiefe. Das Gänsehaut-Feeling bleibt da bei mir aus.
      [...]
      Insgesamt sehr erfreuliche Aufnahmen.
      Und so geht es mir immer noch ein wenig, gerade bei diesen Variationen. Die 17. könnte "dunkler" und "gehemnisvoller" daher kommen, die 18. eine Spur "schwülstiger". Auch gegen Ende gefällt mir nicht alles 100pro. Aber das ist Klagen auf sehr hohem Niveau. Leider kann ich zur Zeit nur mp3 und nicht die CD hören und auch nicht über HiFi, sondern nur über Kopfhörer. Der Raumeffekt könnte die Sache noch weiter positiv beeinflussen. Und nüchtern betrachtet passt der Stil der genannten Stelle wohl sehr gut zum "Gesamtkonzept", wenn ich das mal so nennen darf (ich weiss ja nicht, welches genau ihr "Konzept" war). Also begeistert bin ich von den leichten, schnellen Passagen, die sie wie immer extrem flüssig, flink und gleichzeit sauber spielt, es klingt "leicht" und "elegant". (Sorry, ich muss immer in Kategorien von Rotwein denken.) Und das wird halt überall durchgezogen, auch bei den langsameren eher "schweren" Passagen. Insgesamt jedenfalls eine Aufnahme, die (mir) großen Spaß macht.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Neu

      music lover schrieb:

      Jeremy Nicholas hat in "Gramophone" (Ausgabe Juni 2020) einen großangelegten Vergleich der Aufnahmen von Rachmaninows Paganini-Rhapsodie veröffentlicht, angefangen von Rachmaninow/Stokowski aus dem Jahr 1934 bis hin zu Anna Fedorova/Modestas Pitrenas aus dem Jahr 2019. Als "Top Choice" unter all den - wie er behauptet - 400 Einspielungen des Werks bezeichnet er die Aufnahme von Yuja Wang und Claudio Abbado.
      Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich albern, unter 400 Aufnahmen eine einzige an die Spitze zu setzen. Es geht doch um ganz individuelle Sichtweisen, nicht um einen Wettkampf mit Medaillenverteilung. Die Aufnahme mit Yuja Wang finde ich (natürlich) nicht schlecht aber stellenweise zu neutral, fast brav. Dem Walzer (Var. 12) fehlt es z.B. für mein Empfinden etwas an Charme (großartig bei Rubinstein), und merkwürdigerweise klingen manche virtuosen Variationen ein bisschen nach "Nummer sicher" (z.B. Nr. 15, 19, 21), das könnte doch gerade bei ihr viel extremer sein (bei der kurzen Kadenz vor der letzten Variation packt sie ein einziges Mal die Pranke aus). Es ist eine eher ausgewogen-klassische Darstellung, die mich in ihrer Leichtigkeit manchmal mehr an Mendelssohn als an Rachmaninow erinnert. Vor allem fehlt mir das "Rhapsodische" (Jeremy NIcholas tut das ja mit der Behauptung ab "is not really a rhapsody", aber da habe ich doch meine Zweifel...). Von den jüngeren Aufnahmen finde ich z.B. die von Trifonov in der Charakterisierung deutlich plastischer und insgesamt aufregender.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Neu

      ChKöhn schrieb:

      Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich albern, unter 400 Aufnahmen eine einzige an die Spitze zu setzen.
      Ich habe mir gestern abend, nachdem ich diesen Interpretenvergleich aus dem "Gramophone" gelesen habe, auch noch einige meiner (zahlreichen) Aufnahmen der Paganini-Rhapsodie angehört, nämlich Van Cliburn/Eugene Ormandy, Mikhail Pletnjew/Libor Pesek, William Kapell/Fritz Reiner, Leon Fleisher/George Szell, Shura Cherkassky/Zdenek Macal, Daniel Wayenberg/Karel Ancerl und schließlich Yuja Wang/Claudio Abbado. Wie Du finde ich es auch vermessen, unter 400 Einspielungen eine einzige als die einzig wahre hinzustellen. Mit dem Wort "Lieblingseinspielung", das das subjektive stärker hervorhebt, tue ich mich nicht schwer, wohl aber mit einer "Top Choice", die ein Musikkritiker quasi ex cathedra verordnet.

      Darüber hinaus bin ich ebenso wie Du der Meinung, dass Yuja Wangs Einspielung zu "zahm" ist. Sie stand vor 11 Jahren (die Aufnahme entstand 2010) noch am Anfang ihrer Aufnahmekarriere; heute würde sie das zupackender machen. Yuja Wang/Claudio Abbado ist eine sehr gute (da stimme ich mit maticus überein), aber definitiv nicht meine Lieblingseinspielung.

      Die tollste Darbietung, die ich von der Paganini-Rhapsodie kenne, hat Michael Schlechtriem mal 2009 hier vorgestellt. Es ist ein Probenmitschnitt in der Besetzung Jerome Lowenthal/Leopold Stokowski. Nicht offiziell erschienen, und leider funzt auch der Link, den Michael genannt hat, nicht mehr. Aber was der Pianist dort leistet in dieser Probe, ist aller Ehren wert. Hier das, was Michael 2009 geschrieben hat:

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Ich möchte gerne diesen Link einmal vorführen:

      "http://www.jeromelowenthal.com/flash/movies/Rachmaninoff.htm"

      Stokowski hat ja mit Rachmaninoff selber die Uraufführung und am 24.12.1934 die erste Studioaufnahme der "Rhapsodie über ein Thema von Paganini" geleitet.

      Der Link oben ist insoferne sehr wertvoll, Stokowski bei einer Hauptprobe- also einem kompletten Durchlauf dieses Werkes mit dem Pianisten Jerome Lowenthal- zu erleben.

      Interessant finde ich die sehr sekundengenaue Arbeitsweise Stokowskis, welche sicherlich mit den sehr genauen Arbeitszeitvorgaben der amerikanischen Musikergewerkschaft zu tun hat, andererseits ist das Orchester gut vorbereitet und er hakt genau an den von Ihm wichtig empfundenen Stellen ein.

      Hier gibt es keine große Laberei, es ist sicherlich nur die Hauptprobe und nicht die Generalprobe,in welcher dann der eigentliche Durchlauf stattfindet.

      Ganz allgemein möchte ich noch einmal sagen, dass eine Rezension, die ich hier interessehalber verlinke, nicht unbedingt meine eigene Meinung wiedergibt. Wenn ich also schreibe, dass eine bestimmte Aufnahme für einen bestimmten Kritiker "Top Choice" ist, dann ist sie es nicht unbedingt auch für mich. Das versteht sich eigentlich von selbst, aber ich möchte es nur noch mal klargestellt haben.

      Eine Aufnahme, die mich übrigens nicht sonderlich begeistert, ist die von Van Cliburn. Dabei hat dieser Pianist meiner Meinung nach eine der besten Aufnahmen von Rach 3 vorgelegt - so zärtlich/versponnen wie kaum ein anderer. Aber seine Aufnahme der Paganini-Rhapsodie habe ich mittendrin abgebrochen, weil sie mir einfach zu langweilig war. Da ist z.B. Daniel Wayenberg schon ein ganz anderer Schnack. Und Leon Fleisher sowieso. Wenn man mir eine Pistole auf die Brust setzt und mich zwingt, eine "Lieblingsaufnahme" von diesem Werk zu benennen, dürfte es wohl Leon Fleisher/George Szell sein. Denn Jerome Lowenthal/Leopold Stokowski ist ja nicht als Aufnahme auf dem Tonträgermarkt erhältlich.
    • Neu

      ChKöhn schrieb:

      Von den jüngeren Aufnahmen finde ich z.B. die von Trifonov in der Charakterisierung deutlich plastischer und insgesamt aufregender.
      Habe ich mir gerade besorgt. In der Tat, die Aufnahme ist viel spannender.

      Bsp.: 9. Var. + die 10. "Dies irae"-Variation: da liegen spannungs- und ausdrucksmäßig Welten zwischen beiden Aufnahmen; bei Trifonow ist Nr. 10 fast unheimlich, die tiefen Töne kräftig gespielt. Ebenso bei Var. Nrn. 17 + 18. Nr. 17 viel spannender, unheimlicher, Nr. 18 die Emotionen stärker ausgereizt. Dagegen klingt Wang oft einfach dünn, und bei Nr. 18 fast "runtergespielt". --- Aber eine Sache sollte man noch erwähnen: es liegen auch Welten in der Klangqualität. Die Abbado/Wang-CD hat eine doch recht schwammigen, wattierten Klang, was mir erst so richtig im Vergleich mit der sehr direkten und transparenten Trifonow/Nezet-Seguin-Aufnahme aufgefallen ist. Ich denke, ein Teil (!) der Eindrücke liegt auch (!) hier dran.

      maticus

      P.S. Von 400 Aufnahmen eine als die beste zu küren, ist natürlich tatsächlich absoluter Schwachsinn.
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    • Neu

      Daniil Trifonovs Einspielung

      die ich seit einigen Jahren besitze, ist bei mir auch mit ganz oben auf der Gefällt mir-Skala. Ich bin heute abend wieder am Vergleichshören und höre gerade im Quervergleich die Einspielungen von Fleisher/Szell, Entremont/Ormandy und Trifonov/Nézet-Séguin. Fleisher/Szell haben aber, wenn ich ehrlich bin, doch um einiges die Nase vorn. Das liegt auch an der Orchesterbegleitung, die bei George Szell einfach spektakulär ist.

      Zu Daniel Wayenberg möchte ich noch nachtragen, dass seine Studioeinspielung von 1964 mit dem Philharmonia Orchestra und Christoph von Dohnányi nicht gut ist. Ich habe sie inzwischen second hand verscherbelt. Man sollte, wenn man an diesem Pianisten interessiert ist, zu der Live-Aufnahme mit dem Concertgebouworkest unter der Leitung von Karel Ancerl greifen:
    • Neu

      music lover schrieb:

      Ganz allgemein möchte ich noch einmal sagen, dass eine Rezension, die ich hier interessehalber verlinke, nicht unbedingt meine eigene Meinung wiedergibt. Wenn ich also schreibe, dass eine bestimmte Aufnahme für einen bestimmten Kritiker "Top Choice" ist, dann ist sie es nicht unbedingt auch für mich. Das versteht sich eigentlich von selbst, aber ich möchte es nur noch mal klargestellt haben.
      Ja klar, das hatte ich auch nicht anders verstanden. Meine Einwände richteten sich gegen Jeremy Nicholas, nicht gegen Dich.

      music lover schrieb:

      Darüber hinaus bin ich ebenso wie Du der Meinung, dass Yuja Wangs Einspielung zu "zahm" ist. Sie stand vor 11 Jahren (die Aufnahme entstand 2010) noch am Anfang ihrer Aufnahmekarriere; heute würde sie das zupackender machen.
      Das kann gut sein. Ich habe beim Hören noch überlegt, ob diese "klassische", leichte Sicht mir vielleicht einfach nur ungewohnt ist, aber letztlich hat sie mich dann doch nicht überzeugt. Ich finde, dass dieses Stück etwas Finsteres, Bedrohliches braucht. Ein großer Teil der Variationen muss wie gefesselt klingen, in unaufgelöster Spannung bis hin zum betont anti-triumphalen Schluss.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
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      b-major schrieb:

      Das Einzige, was ich fand , war dieses : youtube.com/watch?v=mzuOVqk_HxA
      Sehr beeindruckendes Zeitdokument. Sehr effiziente Probe! Da weiss einer ganz genau, wie es sein muss, und die Musiker reagieren fast in "Echtzeit" darauf.

      maticus
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      ChKöhn schrieb:

      Ja klar, das hatte ich auch nicht anders verstanden. Meine Einwände richteten sich gegen Jeremy Nicholas, nicht gegen Dich.
      Das freut mich :cincinbier:

      maticus schrieb:

      Sehr beeindruckendes Zeitdokument.
      Das finde ich auch.

      Die Tempi, die Stokowski spielen lässt, sind sehr zügig, und mir gefällt dies ausgesprochen gut. Die Variation XVIII (Andante cantabile) wird schneller genommen als in jeder anderen mir bekannten Aufnahme, aber ich finde sie klasse so.

      Das Tollste an diesem Video ist aber der Pianist. Ich muss mir unbedingt mehr von ihm anhören.
    • Neu

      Insbesondere auch, weil ja

      de.wikipedia.org schrieb:

      Die Rhapsodie über ein Thema von Paganini schrieb der russische Komponist Sergei Rachmaninow im Sommer des Jahres 1934 innerhalb weniger Wochen in seiner Villa „Senar“ am Vierwaldstättersee. Sein Opus 43 wurde am 7. November 1934 in Baltimore mit Rachmaninow am Flügel und dem Philadelphia Orchestra unter Leopold Stokowski uraufgeführt.
      maticus
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      music lover schrieb:

      Fleisher/Szell haben aber, wenn ich ehrlich bin, doch um einiges die Nase vorn. Das liegt auch an der Orchesterbegleitung, die bei George Szell einfach spektakulär ist.
      Die Aufnahme habe ich eben über Spotify gehört: Das geht sowohl vom Klavierpart als auch vom Orchester kaum besser. Dieser energische, finstere Zugriff passt meines Erachtens genau zu dem Stück. Aaaaber: Was ist denn da bei Variation 13 passiert? Vor der variierten Wiederholung des zweiten Teils fehlt ein Viertel! Offenbar ein grober Schnittfehler (Khampan wird seine helle Freude haben). So etwas darf einfach nicht passieren. Gibt es vielleicht eine Ausgabe, bei der das korrigiert wurde? Die Ausgabe bei Spotify ist anscheinend diese:
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
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      ChKöhn schrieb:

      Vor der variierten Wiederholung des zweiten Teils fehlt ein Viertel!
      Ich habe Szell/Fleisher in der Version "Great Pianists of the 20th Century" Folge 27.
      Variation 13 dauert 31 s und beim Vergleich mit Katchen, Kappell, Ashkenazy scheint nix zu fehlen.
      Gruß aus Kiel
      Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)
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      ChKöhn schrieb:

      Die Aufnahme habe ich eben über Spotify gehört: Das geht sowohl vom Klavierpart als auch vom Orchester kaum besser. Dieser energische, finstere Zugriff passt meines Erachtens genau zu dem Stück. Aaaaber: Was ist denn da bei Variation 13 passiert? Vor der variierten Wiederholung des zweiten Teils fehlt ein Viertel! Offenbar ein grober Schnittfehler (Khampan wird seine helle Freude haben). So etwas darf einfach nicht passieren. Gibt es vielleicht eine Ausgabe, bei der das korrigiert wurde?

      Doc Stänker schrieb:

      Ich habe Szell/Fleisher in der Version "Great Pianists of the 20th Century" Folge 27.
      Variation 13 dauert 31 s und beim Vergleich mit Katchen, Kappell, Ashkenazy scheint nix zu fehlen.
      Ich habe ebenfalls Fleisher/Szell in dieser Edition:

      Mir ist - ebenso wie dem Doc - dort kein Schnittfehler aufgefallen.