Eben gehört

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    • Ludwig van Beethoven
      Missa Solemnis
      Margiono, Robbin, Kendall, Miles
      Alastair Ross (Orgel)
      The Monteverdi Choir
      Orchestre Révolutionnaire et Romantique
      D: John Eliot Gardiner
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • music lover schrieb:

      Rosamunde schrieb:

      Hindemith Der Schwanendreher - Konzert für Bratsche und Orchester
      Deine Anregung greife ich gerne auf. Bei mir läuft diese Einspielung des Werks:


      Tabea Zimmermann, Viola
      Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
      David Shallon

      (rec. 30.10.-3.11.1989)
      Ganz ehrlich? Ich habe das - glaube ich - noch nie bewusst gehört. =O Hole ich jetzt mal nach.
      Im Anschluss dann eine Jahrhundertaufnahme - für uns einsame Elgarias zumindest :heul1: :D .



      Paul Hindemith: Der Schwanendreher

      Geraldine Walther - Viola
      San Francisco Symphony
      Herbert Blomstedt

      Es geht kaum etwas über die 1944er.



      Sir Edward Elgar: Symphonie Nr. 2 Es-Dup, op. 63

      BBC Symphony Orchestra
      Adrian Boult

      :wink: Agravain


    • Wolfgang Amadeus Mozart
      Große Messe KV 427
      Arleen Auger & Lynne Dawson (s)
      John Mark Ainsley (t)
      David Thomas (b)
      Choir of Winchester Cathedral
      Winchester College Quiristers
      Academy of Ancient Music
      D: Christopher Hogwood
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Neu

      Mein Bax, dein Bax.
      Hier sind Kompositionen aus sehr unterschiedlichen Bereichen des kompositorischen Spektrums glücklich vereint. Oder: tolle Mucke, wunderbar gespielt.



      Sir Arnold Bax:
      Cathaleen-ni-Hoolihan
      London Pageant
      Concertante for Three Wind Instruments and Orchestra

      BBC Philharmonic
      Matryn Brabbins

      :wink: Agravain
    • Neu

      Ein aussergewöhnlich exquisites Werk für Bratsche und Klavier ist Hindemiths Sonate opus 11 Nr 4. Wie immer, aber besonders hier, ist wiederholtes Hören erforderlich, bis es so richtig funzt. Oft ist es dann eine bestimmte Aufnahme, bei der die Tür sich öffnet.
      Hier ein paar zur Auswahl:

      Druzhinin (Beethoven Quartett) und Yudina. Historische Aufnahme, also ist der Streicherklang oft weniger als optimal, aber Yudina gently pulls at the old heartstrings :love: , besonders im ersten Satz.


      Yuri Bashmet und Richter gehen in die Vollen. Eine extrovertierte, virtuose Version, die aber auch sehr feine zarte Momente hat, jedoch fast immer mit Intensität, auch im Leisen. Das Debussy-impressionistische, was man finden kann, wenn man es möchte, steht hier weniger im Vordergrund, dafür ist es eher vollblütig, klangschön und ausladend.


      Antoine Tamestit und Markus Hadulla
      Vielfältig variiert, von säuselnd impressionistisch bis vollblütig romantisch ist alles da. Ein exquisit schöner Klang und ein bemerkenswert natürlicher musikalischer Ausdruck und Fluss. Wie schon beim Schwandendreher erwähnt, finde ich seinen Mut zum Zeitlassen, zu subtiler Agogik wie geniesserischen Rubati aussergewöhnlich. Bemerkenswert, weil es den musikalischen Fluss so wunderbar bedient und erweitert. Noch erwähnen möchte ich, dass diese Sonate ein Stück ist, bei der ich senza Vibrato nicht nur tolerieren kann :D , sondern sogar als bereichernd empfinde, auf jeden Fall wie es Tamestit als stimmiges Ausdrucksmittel anwendet.


      Als special treat, wenn man sich auf den historischen Klang einlassen kann, William Primrose und Jesus Maria Sanroma in 1938. Mit exquisiten Portamenti und perlendem Klavierspiel und musikalischem Timing und Pace vom Feinsten.
      youtube.com/watch?v=yG1dgd-UTgc

      Es gibt noch weitere Aufnahmen, zB sind die von Nabuko Imai und Kim Kashkashian auch wirklich schön, aber nicht so speziell ausgeprägt im musikalischen Ansatz, wie die oben erwähnten. Man kann aber auch nichts falsch mit ihnen machen.
    • Neu

      Düse:



      Eugene Goossens: The Apokalypse (1949-1954)
      Grant Dickson (Bass), Gregory Yurisich (Bariton), Ronald Dowd (Tenor), Narelle Tapping (Mezzo), Lauris Elms (Alt), Raymond McDonald (Tenor), Sydney Philharmonia Choir, Sydney Symphony Orchestra, Leitung: Myer Fredman

      Ist schon ein Hinhörer.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Rosamunde schrieb:

      Auf der Bratsche ist die Klangerzeugung sehr schwierig, deshalb kommt es selbst bei legendären Grössen wie Primrose vor, dass er bei intensiven Passagen die Saite im Eifer des Gefechts toddrückt oder ihm der Bogen ausrutscht oder er kratzt usw.. zB Anfang 2. Satz und später im 2. Satz, Bartok Konzert, Klemperer recording. Das passiert allen Streichern, aber bei Bratschen ist es noch heikler. Ich nehme an, dass Tamestit davor etwas Angst hatte...
      Danke, verstanden. Ich denke mal, er hatte eher Angst vor der Aufnahmetechnik, denn die fängt das Ganze ja heute knallhart ein. Er wollte damit vermutlich der Gefahr entgehen, es eben technisch nicht "sauber" hin zu bekommen. Sicher nachvollziehbar, aber das Resultat hast Du ja gegeben: Es ist nicht Fisch und nicht Fleisch an manchen Stellen.


      Rosamunde schrieb:

      Vibrato bei Streichern hängt nicht direkt vom Atem ab, bzw nicht von der Beschaffenheit des Kehlkopfes wie bei Sängern. Wie ich es verstehe, aber das kann falsch sein, ist das Vibrato bei Sängern eine physiologisch gegebene Sache, die sich nicht im Moment variieren lässt. Entweder ein Sänger macht Vibrato oder er macht es nicht, aber er kann es nicht vorsätzlich schneller, langsamer, weiter oder enger machen. Ich nehme an, bei Bläsern ist es wie bei Sängern.
      Dem widerspreche ich spontan. Ich denke mal, dass sowohl der Sänger und der Bläser das kann. Ich kann Dir fast jede Art von Vibrato spielen, das ist überhaupt kein Problem. Ich kann es durch das Bewegen der Hand, aber auch durch Lippenschwingung beeinflussen. Natürlich gibt e auch das "natürliche Vibrato", was z.B. Doshitzer hat. für einen Klassiker fast schon zu viel des Guten, aber er hat daraus seinen Stil erschaffen. Auch ein Sänger dürfte das können (im Jazz etwa Ella Fitzgerald oder Sarah Vaughn).


      Rosamunde schrieb:

      Interessant ist die Frage, wie es die HIP Sänger und zB Josquin Desprez Sänger hinbekommen ohne Vibrato zu singen. Ich meine - und das kann falsch sein - , dass sie ohne Stütze singen. Dadurch ist der Kehlkopf ganz anderen physiologischen Bedingungen ausgesetzt und die Stimmbänder produzieren dann die sonst automatischen Vibratoschwingungen nicht. Wie gesagt, was ich über Sängervibrato schreibe kann alles völlig falsch sein, und es wäre für mich interessant mehr darüber zu lernen.
      Ich arbeite seit Jahren immer wieder mit unterschiedlichen Sängerinnen zusammen. Sollte ich morgen die Gelegenheit haben, frage ich meine gute Freundin und Kollegin, die wird es mir erklären können. Sie ist eine Profi-Sängerin und wird es mir erklären können.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Ich bin mit Geraldine Walther in der einzigen mir zur Verfügung stehenden Aufnahme der "Trauermusik" nicht sonderlich glücklich. Der Hörschnipsel bei Tamestit klingt da wirklich besser.

      Bei Tamestit muss ich ohnehin noch einiges nachlegen. In dem ersten Teodor Currentzis-Konzert, das ich jemals sah, spielte Tamestit das Violakonzert von Schnittke. Hammer. Im nächsten Jahr werde ich ihn wieder mit Currentzis sehen - dann gibt es eine Uraufführung eines für ihn geschriebenen Violakonzerts von Marko Nikodijević.
    • Neu

      Maurice schrieb:

      Ich kann Dir fast jede Art von Vibrato spielen, das ist überhaupt kein Problem. Ich kann es durch das Bewegen der Hand, aber auch durch Lippenschwingung beeinflussen.
      ok, danke ! Aber nicht jedes Blasinstrument kann es mit der Hand. Nur die Tormpete, eventuell Posaune, oder? Vielleicht noch das Horn? Beim Horn hört man ja leider selten Vibrato. Und wie erzeugt eine Flöte, eine Oboe oder ein Fagott Vibrato? Auch mit den Lippen oder dem Ansatz?
    • Neu

      Ich höre gerade Geraldine Walthers Schwanendreher und mir fällt die Kinnlade runter....das ist absolut erste Sahne. :verbeugung1: Ich kannte diese Bratschistin nicht. Vielen Dank @Agravain und @music lover !
      Ob man nun den musikalischen Charakter dieser Einspielung mag, ist eine andere Frage. Ich finde sie technisch und klanglich umwerfend, nein bestechend. Walthers speilt das Stück ohne jede Schwierigkeit, wo andere Probleme haben. Musikalisch ist sie extrem intensiv, lebendig, freudig, positiv beschwingt in der Stimmung, fast exaltiert, aber wirklich nur fast. Es ist keinesfalls hysterisch. Eine musikalische Achterbahn.

      Eine kleine Unart...aber bei solcher geigerischer Qualität ist es fast peinlich es zu erwähnen: im 2. Satz kommt das legato nicht durchgängig vibriert an. Dies ist eine "Masche", habe ich schon öfter erwähnt. Ist schwierig zu erklären. Kann ich dann mal sängerisch demonstrieren, wenn ich genug bubbly getrunken habe.

      Fantastisch. Wham bam....thank you Ma'am. :) .

    • Neu

      Rosamunde schrieb:

      Ob man nun den musikalischen Charakter dieser Einspielung mag, ist eine andere Frage.
      Das ist mein Punkt. Mir ist bei Frau Walther die Trauermusik nicht "traurig", nicht "leidend" genug, um es mal platt auszudrücken. Aber Du sprichst über den "Schwanendreher" und ich über die Trauermusik. Das sind zwei verschiedene Themen. Beim "Schwanendreher", der auf einer anderen CD mit denselben Beteiligten verewigt ist, mag sich die interpretatorische Leistung ganz anders beurteilen. Ich habe dieses Album leider nicht in der Sammlung.
    • Neu

      Rosamunde schrieb:

      ok, danke ! Aber nicht jedes Blasinstrument kann es mit der Hand. Nur die Tormpete, eventuell Posaune, oder?
      Keine Ursache. Trompete, Flügelhorn, Kornett, Posaune, Ventilposaune, im Grunde auch Tenorhorn, Baritonhorn, und sogar die Tuba dürfte das so machen können.


      Rosamunde schrieb:

      Vielleicht noch das Horn? Beim Horn hört man ja leider selten Vibrato.
      Beim Waldhorn weiß ich es nicht. Nehmen wir die artverwandten Instrumente Althorn und Mellophone dazu. Das sind in der Regel Blechblasinstrumente mit Pumpventilen, da gehts wiederum zu machen. Beim Waldhorn muss ich wiederum eine gute Freundin fragen, die spielt und studiert gerade Horn.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Auch bei mir eher Randständiges:

      Julius Röntgen
      Symphonie Nr. 9 Bitonale
      Serenade
      Symphonie Nr. 21
      Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
      David Porcelijn



      Die Bitonale hat mich beim ersten Hören nicht gefesselt, die Serenade ist ein deutlich früheres Stück zwischen Mendelssohn, Grieg und Brahms, mit leichter und lockerer Hand komponiert. Schwergewichtiger kommt die 21. daher, die ich zeitnah noch einmal hören möchte. Zwischen der 9. und der 21. liegen nur ein zwei Jahre!
    • Neu



      Wolfgang Amadeus Mozart
      Krönungsmesse KV 317
      Emma Kirkby (s)
      Catherine Robbin (a)
      John Mark Ainsley (t)
      Michael George (b)
      Alastair Ross (Orgel)
      Choir of Winchester Cathedral
      Winchester College Quiristers
      Academy of Ancient Music
      D: Christopher Hogwood
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
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      Brahms / Schumann : Klavierquintette . Das Lindsay String Quartet war nicht unumstritten , aber in manchem Repertoire gefallen sie mir gut . So etwa hier , zusammen mit dem Pianisten Peter Frankl . Gewiß nicht langweilig .

      ( Das Label ist ASV , nicht Decca . Aber was schert's Amazon)
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"