Ranking: Die 20 größten Pianistinnen und Pianisten seit Einführung der Tonaufnahme

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    • Ranking: Die 20 größten Pianistinnen und Pianisten seit Einführung der Tonaufnahme

      Das BBC Music Magazine hat 100 Konzertpianistinnen und - pianisten befragt und um ihre Meinung zu den größten Pianistinnen und Pianisten "of the recorded era" gebeten (damit also nicht Franz Liszt, Clara Schumann oder andere Größen des Klaviers, von denen es aus zeitlichen Gründen keine Tonaufnahmen gibt):
      classical-music.com/features/a…eatest-pianists-all-time/

      Die meisten Nennungen von Platz 1 bis 20 lauten:

      1. Sergej Rachmaninow
      2. Artur Rubinstein
      3. Vladimir Horowitz
      4. Swjatoslaw Richter
      5. Alfred Cortot
      6. Dinu Lipatti
      7. Artur Schnabel
      8. Emil Gilels
      9. Martha Argerich
      10. Arturo Benedetti Michelangeli
      11. Krystian Zimerman
      12. Ignaz Friedman
      13. Radu Lupu
      14. Edwin Fischer
      15. Wilhelm Kempff
      16. Murray Perahia
      17. Glenn Gould
      18. Walter Gieseking
      19. Josef Hofmann
      20. Claudio Arrau

      Nur eine Frau neben 19 Männern? Bei mir persönlich wäre der Frauenanteil um einiges höher. Aber meine persönliche Liste folgt demnächst, noch nicht heute.

      Ich möchte Euch einladen, Eure persönliche Liste der größten 20 Pianistinnen und Pianisten seit Einführung der Tonaufnahme ("of the recorded era") abzugeben. Es reichen 20 Namen, sie müssen nicht in eine Reihenfolge gebracht werden. Wer möchte, kann auch weniger als 20 Namen angeben. Ich werde am Ende dieses Rankings zählen, welche 20 Namen am häufigsten genannt wurden, und daraus dann eine "Capriccio-Rangliste" erstellen.

      Das Ranking läuft bis zum 31. Oktober. Viel Spaß!
    • music lover schrieb:

      Nur eine Frau neben 19 Männern? Bei mir persönlich wäre der Frauenanteil um einiges höher.
      Ebenso spannend: Nur vier lebende ... Argerich, Zimerman, Lupu, Perahia.

      Nix Wang Wang oder Lang Kurz. Aber auch kein Trifonov, keine Bungeetischdingbumswilli, kein Levit und auch kein Kohen.

      Sehr interessant ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • music lover schrieb:

      Es reichen 20 Namen, sie müssen nicht in eine Reihenfolge gebracht werden. Wer möchte, kann auch weniger als 20 Namen angeben. Ich werde am Ende dieses Rankings zählen, welche 20 Namen am häufigsten genannt wurden, und daraus dann eine "Capriccio-Rangliste" erstellen.
      in der Tat. geiler Thead.... ... hatte sofort Maurizio Pollini auf Schirm (nicht bloß mega-fetziger Beethoven- und Schönberg-Mitschnitte/Aufnahmen wegen) ....
      .... weitere Tastenquäler momentan noch schwer zu entscheiden, bin fürs Ranking aber am Arbeiten ... einzelne Mitschnitte, Aufnahmen dabei mir wichtiger als deren gesamtes Repertoire...
      danke im voraus für deinen Subbotnik :thumbup:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Ich habe in meinem Plattenregal (ohne Boxen) ca. 1200 LPs mit Aufnahmen von Pianisten stehen, davon bekamen einige ein eigenes Fach, andere landeten unter den Namen der Komponisten.

      Wenn ich die obige Liste nehme, haben 14 davon bei mir einen eigenes Fach:

      Martha Argerich
      Claudio Arrau
      Walter Gieseking
      Emil Gilels
      Glenn Gould
      Vladimir Horowitz
      Wilhelm Kempff
      Dinu Lipatti
      Radu Lupu
      Arturo Benedetti Michelangeli
      Murray Perahia
      Swjatoslaw Richter
      Artur Rubinstein
      Krystian Zimerman

      Es fehlen also vor allem die historisch ältesten Pianisten (Rach, Fischer, Schnabel, Cortot, Friedman, Hofmann). Von denen kenn ich zu wenig bis gar nichts.

      Ebenfalls ein eigenes Fach haben:

      Geza Anda
      Vladimir Ashkenazy
      Clara Haskil
      Maurizio Pollini
      Rudolf Serkin

      Von den CD Heroen käme dann noch Andras Schiff dazu.

      Das wäre dann so meine Liste der 20.
    • Dass Pollini fehlt, überrascht mich auch, ebenso Friedrich Gulda. Jüngere fehlen ja ohnehin, offensichtlich hat man für die Liste nur Pianist/innen berücksichtigt, deren aktive Karriere (weitgehend) abgeschlossen ist oder zumindest keine signifikante Weiterentwicklung der interpretatorischen Haltung mehr erwarten lässt. Ich muss zugeben, dass ich zwei Namen der Liste gar nicht kenne: Ignatz Friedman und Josef Hofmann. Als Nicht-Klavierspezialist bin ich schon auf music lovers Liste (und die weiteren natürlich auch) gespannt - eine bestimmte Pianistin glaube ich dafür schon prognostizieren zu können...
    • Was ist denn genau das "persönliche" Kriterium? Sehr subjektive Präferenz (evtl. schon durch das Repertoire beeinflusst) oder, wo man besten Wissens und Gewissens quasi-objektiv sagen würde, das sind die 20 Besten (bzw. Bestinnen)?

      Was ich damit sagen will: ich bin davon überzeugt, dass z. B. Kempff und Gieseking zu den 20 Besten gehören, aber ich höre sie praktisch nie. Deswegen würden sie in meiner subjektiven Liste nicht auftauchen. Wenn ich also z. B. Levit nennen sollte, die anderen beiden aber nicht, dann soll das keineswegs heißen, dass ich meine, dass Levit objektiv besser als die beiden wäre. (Wobei sowas wohl sowieso nie perfekt objektiv beurteilt werden kann.)

      maticus
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      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Peter Jott schrieb:

      Als Nicht-Klavierspezialist bin ich schon auf music lovers Liste (und die weiteren natürlich auch) gespannt - eine bestimmte Pianistin glaube ich dafür schon prognostizieren zu können...
      Damit liegst Du nicht ganz falsch :D

      Ich habe mich entschieden, zehn weibliche und zehn männliche Pianisten zu nominieren, denn in der BBC-Liste gehen all die bedeutenden Pianistinnen der Vergangenheit und Gegenwart (eine beeindruckende Auflistung findet sich unter en.wikipedia.org/wiki/List_of_women_classical_pianists) völlig unberechtigt unter.

      Meine Liste der Pianistinnen lautet:

      Martha Argerich
      Clara Haskil
      Dame Myra Hess
      Alicia de Larrocha
      Jenny Lin
      Marcelle Meyer
      Tatjana Nikolajewa
      Yuja Wang
      Margrit Weber
      Maria Yudina

      Meine Liste der Pianisten lautet:

      Shura Cherkassky
      Leon Fleisher
      Emil Gilels
      Glenn Gould
      Vladimir Horowitz
      William Kapell
      Arturo Benedetti Michelangeli
      Swjatoslaw Richter
      Artur Rubinstein
      Rudolf Serkin

      maticus schrieb:

      Was ist denn genau das "persönliche" Kriterium? Sehr subjektive Präferenz (evtl. schon durch das Repertoire beeinflusst) oder, wo man besten Wissens und Gewissens quasi-objektiv sagen würde, das sind die 20 Besten (bzw. Bestinnen)?

      Was ich damit sagen will: ich bin davon überzeugt, dass z. B. Kempff und Gieseking zu den 20 Besten gehören, aber ich höre sie praktisch nie. Deswegen würden sie in meiner subjektiven Liste nicht auftauchen.
      Das Kriterium ist "Die größten" Pianistinnen und Pianisten. Das kannst Du auslegen wie Du möchtest. Gern auch sehr subjektiv (also für Dich die größten, auch wenn andere vielleicht "quasi-objektiv" gesehen bedeutender sind).

      Ich habe z.B. Namen wie Jenny Lin oder Gabriela Montero bewusst nicht auf meine Liste genommen, denn ich bewundere diese beiden Pianistinnen zwar sehr, meine aber nicht, dass sie in der Interpretationsgeschichte dieselbe Bedeutung haben wie z.B. eine Clara Haskil, eine Dame Myra Hess oder eine Annie Fischer (wobei ich mir die letztgenannte, ebenso wie Du es von Kempff oder Gieseking sagst, höchst selten mal anhöre).

      Edit: Ich habe jetzt doch Annie Fischer von meiner Liste heruntergenommen und durch Jenny Lin ersetzt, denn angesichts des unermüdlichen Einsatzes von Jenny Lin für die zeitgenössische Musik, der großen Zahl für sie geschriebener Kompositionen und der Vielzahl ihrer hervorragenden Aufnahmen glaube ich nach einigem Nachdenken doch, dass ihr ein Platz in den Top 10 gebührt.
    • Dann werfe ich auch mal meinen Ring in den Hut ...

      Vladimir Horowitz
      Swjatoslaw Richter
      Arturo Benedetti Michelangeli
      Glenn Gould
      Solomon (Cutner)
      Emil Gilels
      Krystian Zimerman
      Grigory Sokolov
      Artur Schnabel
      Friedrich Gulda
      Alfred Brendel
      Ronald Brautigam
      Maurizio Pollini
      Vladimir Ashkenazy
      Murray Perahia
      Marc-André Hamelin
      Clifford Curzon
      Martha Argerich
      Claudio Arrau
      Artur Rubinstein

      Ursprünglich waren noch dabei und wurden schwersten Herzens von der "tränendurchfeuchteten Liste" (Jens Malte Fischer) gestrichen:

      Simon Barere
      Dinu Lipatti
      Van Cliburn
      Byron Janis
      András Schiff
      Julius Katchen
      Jorge Bolet
      Alfred Cortot
      Robert Casadesus
      Rudolf Serkin

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Wenn ich danach gehe, welche Pianisten mich wirklich aussergewöhnlich tief und bleibend beeindruckt haben, also tief bewegt, wenn auch nur mit einem oder wenigen Werken, dann sieht die Liste to date so aus, nicht geordnet nach Rang:

      Zhukov
      Cortot
      Barenboim

      Es gibt auch für mich viele andere noch, die ich oft anhöre und sehr schätze. Und ich kann ja auch gar nicht so richtig "mithalten", weil ich längst nicht so viel Repertoire kenne, wie andere hier, und so ist mir zB eine Schubert Sonate mit xzy einfach nicht bekannt, aber die Pianisten auf Euren Listen haben mich eben bis jetzt noch nicht so tief beeindruckt, wie diese 3.
    • Bitte sehr :)
      1. Swjatoslaw Richter
      2. Arturo Benedetti Michelangeli
      3. Maurizio Pollini
      4. Claudio Arrau
      5. Vladimir Horowitz
      6. Glenn Gould
      7. Jewgeni Koroljow
      8. Artur Rubinstein
      9. Marc-André Hamelin
      10. Solomon (Cutner)
      11. Emil Gilels
      12. Vladimir Ashkenazy
      13. Walter Gieseking
      14. Clifford Curzon
      15. Julius Katchen
      16. Jorge Bolet
      17. Radu Lupu
      18. Edwin Fischer
      19. Dinu Lipatti
      20. Daniil Trifonow (gehört eigentlich jetzt noch nicht in die Liste, aber die Tendenz ist steigend und er wird irgendwann sicher dazu gehören)
    • Mir scheint, wir müssten doch noch einmal klären, um was genau es geht. Die 20 PianistInnen, die man persönlich am meisten schätzt, oder die die man für die bedeutendsten hält. Das ist schon einmal ein Unterschied. Und auch die Geschlechterverteilung sollten wir festlegen. Wenn es jeweils 10 Männlein und 10 Weiblein sein sollen, ist das o.k. Aber das sollte dann für alle gelten. Sonst kommt am Ende nichts Repräsentatives dabei heraus.
    • Wieland schrieb:

      Mir scheint, wir müssten doch noch einmal klären, um was genau es geht. Die 20 PianistInnen, die man persönlich am meisten schätzt, oder die die man für die bedeutendsten hält. Das ist schon einmal ein Unterschied. Und auch die Geschlechterverteilung sollten wir festlegen. Wenn es jeweils 10 Männlein und 10 Weiblein sein sollen, ist das o.k. Aber das sollte dann für alle gelten.
      Dass ich zehn Frauen und zehn Männer genannt habe, war meine persönliche Entscheidung, die bitteschön nur für mich, nicht auch für alle anderen gilt. Und zur Frage, wie subjektiv die Auswahl sein darf bzw. soll, verweise ich auf das, was ich bereits maticus geantwortet habe: chacun à son goût. Das kann jeder für sich selbst entscheiden.
    • Ohne Rangfolge, aber die ersten 13 stehen unverrückbar fest, danach könnte ich auch auswechseln:
      • Artur Rubinstein
      • Claudio Arrau
      • Emil Gilels
      • Vladimir Horowitz
      • Svjatoslav Richter
      • Grigory Sokolov
      • Arturo Benedetti Michelangeli
      • Maurizio Pollini
      • Vladimir Ashkenazy
      • Arcadi Volodos
      • Alfred Brendel
      • Daniel Barenboim
      • Radu Lupu
      • Leon Fleisher
      • Glenn Gould
      • Rudolf Serkin
      • Julius Katchen
      • Jewgeni Kissin
      • Friedrich Gulda
      • Menahem Pressler
      Auf der Ersatzbank sitzen:
      • Shura Cherkassky
      • Murray Perahia
      • Artur Schnabel
      • Jorge Bolet
      • Dinu Lipatti
      • Walter Gieseking
      • Solomon
      • Clara Haskil
      • Pierre-Laurent Aimard
      • György Cziffra
      • Michel Beroff
      • Edwin Fischer
      • Krystian Zimerman
      • Martha Argerich
      • Alexis Weissenberg
      Nicht im Kader sind u.a.:
      • Ivo Pogorelich
      • Andras Schiff
      • Rudolf Buchbinder
      • Peter Rösel
      Den Sonderpreis für sein Lebenswerk bekommt Victor Borge.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Ich bin mal in mich gegangen - da war allerdings auch nicht viel los... :/

      And here are the results of the Lavinian Jury:


      Rachmaninoff

      Horowitz

      Hofmann

      Michelangeli

      Cortot

      Edwin Fischer

      Gilels

      Rubinstein

      Marcelle Meyer

      Haskil

      Myra Hess

      Argerich

      Schnabel

      Gould

      Gieseking

      Yuri Egorov

      Serkin

      Casadesus

      Arrau

      Richter

      Ja, auch etwa so in dieser Reihenfolge, wobei ich eigentlich nicht so zu Rankings neige.


      Wenn Vikingur Olafsson so weitermacht, gehört er bald auch dazu; vielleicht auch Kit Armstrong, Herbert Schuch oder Lucas Debargue. Natürlich bewundere ich auch Earl Wild, Samson Francois, de Larrocha, Weissenberg, Kissin, Egon Petri, Backhaus, Cziffra, Friedman, Sokolov, Tagliaferro, Moiseiwitsch, Trifonov, Byron Janis, Harold Bauer, Solomon, Ginzburg, Oborin, Zak, Kempff, Pollini, Gulda, Hambourg, Yudina, Zimerman, Ashkenazy, Volodos, Fleisher, Curzon, Grinberg, Perahia u.v.a. – aber irgendwie greife ich dann doch etwas seltener zu ihren Aufnahmen. Wäre gewiß anders, wenn mehr gute Aufnahmen insbesondere aus der Zeit um 1910 bis 1950 zur Verfügung stünden.

      Ähm... warum hat hier eigentlich noch niemand Joseph Lhevinne genannt?

      Wenig bis nichts anfangen kann ich mit Frau Wang, Herrn Lang, Katia Bungabungazischvili (the world's breast pianist), Barenboim, Cherkassky, Magaloff, Schiff und Barere.

      Cheers,
      Lavine :wink:
      “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
      Oscar Wilde